Meta zweistellig im Plus
Muse macht's möglich: Halbleiteraktien erleben Kursfeuerwerk
Ein erfolgreich gestarteter KI-Agent von Meta löst an der Börse einen Kaufrausch bei Chipwerten aus. AMD knackt erstmals die Billionen-Marke, Intel und Arm legen zweistellig zu, auch der breite Markt zieht mit nach oben.
- Metas KI-Agent Muse löst Kaufrausch bei Chipwerten
- AMD knackt erstmals die Billionen-Dollar-Marke
- Deutsche Chipwerte profitieren von der KI-Rallye
- Report: KI-Euphorie kippt - Bei diesen 5 Aktien droht der Crash!
Der überraschende Erfolg von Metas neuem KI-Assistenten Muse hat am Montag eine Kaufwelle bei Halbleiterwerten ausgelöst. Anleger wetten darauf, dass autonome KI-Agenten künftig enorme Mengen an Rechenleistung benötigen, und griffen entsprechend bei Chipherstellern zu.
Die Aktie von Advanced Micro Devices schoss um 10 Prozent nach oben und überschritt damit erstmals die Marke von einer Billion US-Dollar Marktkapitalisierung. Intel legte um 12 Prozent zu, Arm Holdings sogar um 17 Prozent. Der Philadelphia Semiconductor Index kletterte um 4,3 Prozent, der fünfte Gewinntag in Folge.
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Auch Meta selbst profitierte: Die Aktie stieg um 11 Prozent, der beste Handelstag seit April 2025, als US-Präsident Donald Trump eine 90-tägige Zollpause verkündet hatte.
Die deutschen Chipwerte waren am Montag ebenfalls kräftig angezogen. Infineon, Aixtron, Siltronic, SUSS Microtec und Elmos Semiconductor schwammen auf der Welle der KI-Euphorie mit und konnten teils zweistellig zulegen.
Auslöser der Rallye war der Start von Metas KI-Agenten Muse, der es seit der Einführung Anfang des Monats an die Spitze der kostenlosen Apps im Apple App Store geschafft hat. Muse soll im Auftrag der Nutzer Aufgaben erledigen, etwa Online-Einkäufe tätigen, Kinotickets buchen oder Termine vereinbaren. Amazon blockierte den Zugriff des Agenten allerdings bereits am Sonntagabend, wie ein Amazon-Sprecher mitteilte.
Für AMD ist Meta laut Bloomberg-Daten bereits der zweitgrößte Kunde und steht für rund 5,5 Prozent des Umsatzes. Wedbush-Analyst Matthew Bryson brachte die Logik der Anleger auf den Punkt: Agentische KI benötige enorme Rechenleistung, und dafür kämen im Kern nur zwei Anbieter infrage, Intel und AMD.
Autor: Julian Schick, wallstreetONLINE Redaktion
