Elektroauto-Boom explodiert
Das Ende des Verbrenners? Elektroautos erreichen historischen Rekord in Europa
Der Elektroauto-Anteil in Europa erreicht einen Rekord. Während die Nachfrage nach Stromern steigt, verschärft sich der Wettbewerb für Volkswagen, Stellantis und Co. Besonders China setzt die Branche unter Druck.
- Europas Elektroauto-Anteil erreicht 2025 Höchststand
- Chinesische Hersteller erhöhen den Preisdruck
- Förderung und Ladesäulen treiben die Nachfrage
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Die Zeiten, in denen Elektroautos in Europa ein Nischenprodukt waren, gehen offenbar zu Ende. 2025 erreichte der Anteil rein batterieelektrischer Fahrzeuge an den Neuzulassungen in der Europäischen Union einen neuen Höchststand, wie die dpa berichtet. Rund 17 Prozent aller neu zugelassenen Pkw verfügten über einen reinen Elektroantrieb. Damit war etwa jeder sechste neue Pkw ein Stromer. Noch vor zehn Jahren spielte die Technologie kaum eine Rolle. 2015 lag der Anteil vollelektrischer Fahrzeuge an den EU-Neuzulassungen bei lediglich 0,4 Prozent. Der Wandel zeigt, wie stark sich der Automarkt innerhalb eines Jahrzehnts verändert hat.
Besonders dynamisch entwickelte sich die Elektromobilität in Nordeuropa. Dänemark lag 2025 mit einem BEV-Anteil von 67,8 Prozent an der Spitze der EU, gefolgt von den Niederlanden mit 40,2 Prozent und Malta mit 37,6 Prozent. Deutschland kam auf 19,1 Prozent und lag damit leicht über dem europäischen Durchschnitt. Für die europäischen Autobauer ist der Trend Chance und Herausforderung zugleich. Volkswagen, BMW, Mercedes-Benz und Stellantis investieren Milliarden in neue Elektroplattformen und Batterietechnologien. Gleichzeitig wächst der Preisdruck durch chinesische Hersteller wie BYD, die mit günstigen Modellen zunehmend Marktanteile gewinnen.
Deutschland bleibt trotz des langsameren Tempos ein zentraler Markt. Mit rund 545.100 neu zugelassenen Elektrofahrzeugen entfiel ein großer Anteil der europäischen BEV-Zulassungen auf den größten Automarkt der EU. Frankreich folgte mit deutlichem Abstand. Neben sinkenden Batteriepreisen und einer besseren Ladeinfrastruktur treiben auch staatliche Maßnahmen die Nachfrage. Gleichzeitig zeigt der Blick auf Europa, wie stark politische Rahmenbedingungen den Absatz beeinflussen: Länder mit hohen Förderungen und dichter Ladeinfrastruktur weisen häufig deutlich höhere Elektroauto-Anteile auf.
Für Anleger bleibt die Elektromobilität damit eines der wichtigsten Branchenthemen. Gewinner könnten neben den Fahrzeugherstellern auch Batterieproduzenten, Halbleiterunternehmen und Anbieter von Ladeinfrastruktur sein. Verlierer könnten dagegen Unternehmen sein, die den Technologiewandel zu langsam vollziehen. Der Wettlauf um den Automarkt der Zukunft ist damit längst eröffnet.
Autor: Paul Späthling, wallstreetONLINE Redaktion

