Anleger müssen sich beeilen
Stärker als Gold und Silber: Dieser Rohstoff steht jetzt vor dem nächsten Knall
Im Schatten von Gold, Silber oder auch Kupfer erhob sich vor Monaten eine intensive Rohstoffrallye. Nach einem heftigen Rücksetzer dreht der Rohstoff nun erneut mit Wucht. Die nächste Rallyephase zeichnet sich ab.
- Zink dreht nach Rücksetzer wieder kräftig nach oben
- Angebotsdefizit und Nachfrage stützen die Zinkrallye
- Dollar-Schwäche könnte Zink bis 4.500 US-Dollar treiben
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Aktuelle Zinkpreisentwicklung: Zink dreht nach Rücksetzer wieder auf
Während Edelmetalle wie Gold und Silber seit Wochen Schwierigkeiten haben, Momentum zu entwickeln, laufen Industriemetalle wie Kupfer oder auch Zink immer wieder heiß. Dieses Bild bot sich bereits zum Zeitpunkt unserer letzten Zinkkommentierung an dieser Stelle.
Die Aufwärtsbewegungen der Industriemetalle verlaufen dabei keineswegs geradlinig. Vielmehr wurden die Bewegungen immer wieder von heftigen Rücksetzern unterbrochen. Diese erzeugten aber sofort neues Kaufinteresse. Vor allem Zink gelang es dadurch, rasch wieder an die Rallye anzuknüpfen.
Zink: Erst ein 4-Jahres-Hoch, dann der Abverkauf – und schließlich das Comeback
Der Zinkpreis bezahlte den Ausflug über die Marke von 4.000 US-Dollar und damit auf ein neues 4-Jahres-Hoch teuer. Im Bereich von 4.050 US-Dollar setzten massive Gewinnmitnahmen ein. Deren Wucht war so stark, dass sich Zink innerhalb weniger Tage im Preisbereich von 3.750 US-Dollar wiederfand. In dieser Phase hätte es wohl keinen Marktakteur überrascht, wenn die Rutschpartie bis in den Bereich von 3.500 US-Dollar weitergegangen wäre. Doch Zink unterstrich einmal mehr seine Comeback-Qualität und drehte nach oben ab. Aktuell rückt der 4.000er Bereich wieder in Reichweite. Das Comeback respektive das neu entflammte Kaufinteresse spricht für die Stabilität der Rallye. Salopp formuliert: Zink ist mit der Rallye offenkundig noch nicht fertig.
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Zinkpreis-Prognose – Defizit und US-Dollar als Katalysatoren
Eine prosperierende Nachfrage und eine fragile Angebotsseite bestimmen aktuell das Geschehen am Zinkmarkt. Im Ergebnis befindet sich dieser im Defizit. Darauf weist auch International Lead and Zinc Study Group hin. Zuletzt thematisierten wir die sinkenden Produktionszahlen von Glencore, der schwedischen Boliden oder Teck Resources, die die Schwierigkeiten auf der Angebotsseite verdeutlichen.
Zink findet hauptsächlich im Korrosionsschutz von Stahl Anwendung, weshalb die Nachfrage aus der Bauindustrie und dem Automobilbau den Markt nachhaltig beeinflusst. Doch weitere Sektoren, wie Stromnetzausbau, erneuerbare Energien oder die Rüstungsindustrie gewinnen auf der Nachfrageseite zunehmend größere Bedeutung.
Die Lagerbestände an der LME unterstreichen die angespannte Lage. Trotz leichter Zuflüsse in den letzten Wochen notieren die Zink-Lagerbestände noch immer auf einem vergleichsweise niedrigen Niveaus.
Neben der aktuellen Angebots-Nachfrage-Relation könnte der US-Dollar in den nächsten Wochen entscheidende Bedeutung erlangen. Rund um die jüngste Fed-Sitzung erholte sich der Greenback deutlich. Das ging zu Lasten der in US-Dollar gehandelten Edelmetalle und Rohstoffe, da sie sich für Käufer aus anderen Währungsräumen verteuern. Der rasante Rückgang der Ölpreise könnte den US-Dollar nun entscheidend schwächen und so die Zinkrallye befeuern.
Bricht man das Ganze auf die charttechnischen Aspekte herunter, dann sollten etwaige Rücksetzer auf 3.750 US-Dollar begrenzt bleiben. Um die Rallye mit einem frischen Kaufsignal neu anzufeuern, bedarf es eines Vorstoßes über die 4.050 US-Dollar. Sollte das Unterfangen gelingen, stünde einer Ausdehnung der Bewegung auf 4.500 US-Dollar nicht sonderlich viel im Weg.
Autor: Marcel Torney, freier Redakteur, Rohstoffexperte
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