Brent unter 100 Dollar, aber
Flächenbrand? Großbritannien unterstützt Saudi-Arabien gegen die Huthis
Großbritannien unterstützt das saudische Militär im Kampf gegen die Huthis. Damit wollen die Briten wieder mehr Öllieferungen nach Europa möglich machen.
- Briten unterstützen Saudi-Arabien gegen Huthis
- Huthi-Angriffe stören wichtige Routen für Europas Öl
- Saudi-Arabien öffnet den Ölhahn, Brent fällt deutlich
- Report: KI-Euphorie kippt - Bei diesen 5 Aktien droht der Crash!
Saudi-Arabien dreht wieder den Ölhahn auf: Diese Nachricht ließ den Ölpreis der Referenzsorte Brent unter die 100 US-Dollar-Marke fallen.
Aber: Auch wenn wieder mehr Öl durch die Straße von Hormus fließt, heißt das noch nicht, dass mehr Lieferungen auch nach Europa gelangen. Die Angriffe der Huthis aus Jemen, die mit dem Iran verbündet sind, haben die alternative Ost-West-Route empfindlich gestört. Von hier aus waren die Transporte Richtung Europa gegangen.
Saudi-Arabien hatte zuletzt China gebeten, ein Machtwort gegenüber Teheran auszusprechen. Jetzt holt sich Riad auch von anderer Stelle Hilfe.
Großbritannien hat zugestimmt, das saudische Militär im Kampf gegen die Huthis zu unterstützen.
Premierminister Andy Burnham erklärte nach einer Anfrage Saudi-Arabiens, er werde "defensive Luftbetankungsunterstützung" leisten sagte er gegenüber Reportern auf dem Weg zur UN-Generalversammlung in New York.
Großbritannien ist das erste Land, das öffentlich zugesagt hat, der Regierung Saudi-Arabiens, die auch die USA um Unterstützung gebeten hatte, militärische Hilfe zu gewähren.
Die Betankung saudischer Kampfflugzeuge im Rahmen von Missionen, die Großbritannien als defensiv einstuft, wird in den kommenden Tagen beginnen und voraussichtlich mehrere Wochen dauern.
Bereits Anfang 2024 hatte sich Großbritannien gemeinsam mit den USA an einem Angriff auf die Huthis beteiligt, da diese Schiffe bedrohten, die durch das südliche Rote Meer und die Meerenge Bab al-Mandab fuhren.
Die G7-Staaten, zu denen auch Großbritannien gehört, erklärten am Montag, dass die jüngsten Bodeneroberungen der Huthis im Jemen, eine Bedrohung für die globale Schifffahrt darstellen.
Die USA sind bemüht, einen Flächenbrand in der Region zu vermeiden. Vor der UN-Generalversammlung am Dienstag in New York sagte US-Präsident Donald Trump, dass er eine Einigung in dem Konflikt bis nach den US-Zwischenwahlen (Midterms) erreichen will. Dabei ließ er allerdings die Mittel der Einigung offen: Krieg oder Frieden.
Autor: Krischan Orth, wallstreetONLINE Redaktion

