Anteile zum Kauf empfohlen
Microsoft hat einen neuen Fan: So hoch liegt jetzt das Kursziel für die Aktie!
Das US-Researchhaus Stifel hat seine Einschätzung für die Microsoft-Aktie angehoben. Sie ist jetzt mit einem Kursziel zum Kauf empfohlen, das Platz nach oben lässt!
- Stifel hebt Microsoft auf Kaufen mit Ziel 575 Dollar
- KI und OpenAI treiben Microsofts Wachstum an
- Bewertung bietet Potenzial, doch Risiken bremsen
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Microsoft: KI treibt an, Software-Sorgen halten zurück
Hinter der Microsoft-Aktie liegt ein bislang äußerst wechselhafter Jahresverlauf. In der ersten Hälfte litt das Papier vor allem unter dem Abverkauf der Software-Branche, ehe sich seit Juli wieder die Hoffnungen auf ein durch KI befeuertes Geschäftswachstum durchsetzen können.
Gleichzeitig profitiert der Konzern davon, dass die Unternehmensbewertung von OpenAI trotz vorerst vertagten Börsengangs weiter steigt. Vor allem SoftBank lässt keine Finanzierungsrunde aus, um seinen Anteil am KI-Frontier-Lab weiter aufzustocken – und nimmt hierfür inzwischen sogar Kredite mit einem Zinssatz von 10 Prozent auf. Die Bewertungsgewinne von OpenAI kann Microsoft dann wiederum in seiner Bilanz als Unternehmensgewinn verbuchen.
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Stifel wechselt ins Bullenlager, Aktie zum Kauf empfohlen
Uneingeschränkt zuversichtlich war die Wall Street gegenüber Microsoft zuletzt jedoch nicht. Es gab auch kritische und neutrale Stimmen. Aus dem Lager eher zurückhaltender Stimmen hat sich Stifel jetzt jedoch verabschiedet – das US-Researchhaus empfiehlt die Aktie neuerdings zum Kauf!
Analyst Brad Reback hat Microsoft von "Halten" auf "Kaufen" hochgestuft und sein Kursziel von 530 auf 575 US-Dollar angehoben. Als Grund für seine gegenüber Microsoft verbesserte Einschätzung gibt er die wachsende Bedeutung von sogenannten Open-Source-Modellen an, welche nicht Gegen-, sondern Rückenwind für die Strategie von Microsoft bedeuten würden.
Reback rechnet mit beschleunigtem Umsatzwachstum durch Effizienzgewinne, neue Datencenter-Kapazitäten und einer höheren Umsatzbeteiligung von OpenAI. Darüber hinaus rechnet er mit weiter steigenden Nutzungsraten von Copilot sowie wachsendem Traffic über GitHub. Diese Kombination aus unterschiedlichen Katalysatoren dürften für ein Wachstum im mittleren bis hohen Zehnprozentbereich sorgen, so der Analyst, der nach den Daten von TipRanks als überdurchschnittlich zuverlässig gilt.
Wall Street erwartet moderate Zugewinne
Noch in der ersten Jahreshälfte war Reback um die Entwicklung der Bruttomargen besorgt. Es sei jetzt aber zunehmend offensichtlich, dass Effizienzgewinne in der Cloud-Sparte Azure, das Einstellen von Zahlungen an OpenAI und disziplinierte Investitionsausgaben für gleichbleibende Margen sorgen würden, so der Analyst in seiner am Mittwoch veröffentlichten Studie.
Mit seiner Hochstufung schließt sich Reback der Mehrheitsmeinung an. Insgesamt ist die Microsoft-Aktie bei 55 Einschätzungen 39 Mal mit "Kaufen" und 14 Mal mit "Übergewichten" bewertet. Dem stehen lediglich noch zwei neutrale Bewertungen gegenüber. Kritische Einschätzungen sind unterdessen ganz verschwunden. Das ergibt in Summe eine Bewertung mit "Kaufen".
Das Kursziel von 575 US-Dollar entspricht fast genau dem Analystenkonsens von 577,26 US-Dollar. Allzu weit lehnt sich der Stifel-Analyst mit seiner Fair-Value-Schätzung, die ein Potenzial von 15,9 Prozent sieht, also nicht aus dem Fenster. Das gegenwärtig niedrigste Kursziel liegt bei 440,00 US-Dollar. Dem steht ein Street-High-Target von 870,00 US-Dollar gegenüber.
Underperformance der Microsoft-Aktie hält an
In der US-Vorbörse konnte sich Microsoft nach dem Bekanntwerden des Upgrades geringfügig steigern. In am Mittwochmittag wenig bewegten US-Futures legte die Aktie knapp 1 Prozent zu. Damit kletterte sie wieder über die am Dienstag noch unterschrittene, psychologisch wichtige Marke von 500 US-Dollar. Mit knapp +4 Prozent seit dem Jahreswechsel ist Microsoft gegenüber dem Rest des US-Gesamtmarktes sowie dem Technologiewerteindex Nasdaq 100 aber weiter ein Underperformer.
Technisch ist die Aktie kurzfristig neutral einzuschätzen. Für einen Aufwärtstrend spricht ein Kurs oberhalb den gleitenden Durchschnittslinien, nach der Aufholjagd Ende Juli / Anfang August hat das Momentum aber spürbar nachgelassen, auch der Relative-Stärke-Index (RSI) hat in den überwiegend neutralen Bereich zurückgesetzt.

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Fazit: Aktuell nur begrenztes Aufwärtspotenzial
Mit Blick auf die Unternehmensbewertung steht mit einem KGVe 2026 von 25,2 ein Gewinnvielfaches um 17,6 Prozent unter dem 5-Jahres-Mittel von 30,6 zu Buche. Die einfache Wette sowohl der Wall Street als auch von Stifel-Analyst Brad Reback lautet also, dass die Microsoft-Aktie die aktuell herrschende Bewertungslücke schließen wird. Das spricht für moderate Kursgewinne.
Allerdings könnten die aktuellen Bewertungsabschläge auch dauerhaft sein – als Ausdruck gewachsener Unternehmens- und Finanzierungsrisiken, nachdem die Nettoverschuldung in den vergangenen 3 Jahren stark angestiegen ist und die Cashflows auf Quartalsbasis unmittelbar vor einem Vorzeichenwechsel stehen. Allzu viel sollten sich Anlegerinnen und Anleger daher vorerst nicht von der Microsoft-Aktie erhoffen.
Autor: Max Gross, wallstreetONLINE Redaktion
Die Microsoft Aktie wird zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Nachricht mit einem Plus von +1,29 % und einem Kurs von 440,7EUR auf Tradegate (23. September 2026, 13:11 Uhr) gehandelt.

