Hype oder Mainstream?
Immer mehr Menschen besitzen Kryptowährungen – außer in den USA
Während die Zahl der Krypto-Besitzer global weiter steigt und auch in Deutschland Millionen auf Bitcoin setzen, zeichnet sich in den USA eine Gegenbewegung ab.
- Weltweit steigt die Zahl der Krypto-Besitzer weiter
- Deutschlands Kryptoquote liegt über dem Weltschnitt
- In den USA sinkt der Krypto-Besitz deutlich
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Die weltweite Verbreitung von Kryptowährungen hat 2026 einen neuen Höchststand erreicht. Nach Berechnungen von Crypto.com stieg die Zahl der Krypto-Besitzer von 741 Millionen Ende 2025 auf 774 Millionen im Juni 2026. Das entspricht einem Wachstum von 4,5 Prozent innerhalb eines halben Jahres.
Bitcoin bleibt dabei die mit Abstand am weitesten verbreitete Kryptowährung. 373 Millionen Menschen besitzen laut der Untersuchung Bitcoin, neun Millionen mehr als Ende 2025. Die Zahl der Ethereum-Besitzer legte sogar um 9,1 Prozent auf 191 Millionen zu.
Damit besitzt inzwischen grob jeder elfte Mensch weltweit Kryptowährungen.
Deutschland liegt über dem weltweiten Schnitt
Auch in Deutschland haben sich Kryptowährungen längst eine größere Anlegerbasis aufgebaut. Eine aktuelle, von BearingPoint ausgewertete YouGov-Befragung kommt für 2026 auf eine Besitzquote von rund 13 Prozent. Das entspricht knapp neun Millionen Erwachsenen.
Besonders groß ist das Interesse bei jüngeren Menschen. Unter den 25- bis 34-Jährigen besitzen 28,4 Prozent Kryptowährungen. Bei Männern liegt die Quote insgesamt bei 18,8 Prozent, bei Frauen dagegen lediglich bei 7,2 Prozent.
Bitcoin dominiert auch hier. 74,6 Prozent der deutschen Krypto-Besitzer halten Bitcoin. Dahinter folgen Ethereum mit 33,1 Prozent, Solana mit 22,7 Prozent und XRP mit 18,1 Prozent.
USA erleben dagegen deutlichen Rückgang
Ein anderes Bild zeichnet sich derzeit in den USA ab. Laut einer Gallup-Umfrage besitzen nur noch 9 Prozent aller erwachsenen Amerikaner Kryptowährungen. 2025 waren es noch 14 Prozent. Unter US-Anlegern mit mindestens 10.000 US-Dollar investierbarem Vermögen sank die Quote sogar von 17 auf 11 Prozent.
Besonders deutlich zeigt sich der Rückgang bei Männern zwischen 18 und 49 Jahren. Zwar bleibt diese Gruppe mit einer Besitzquote von 24 Prozent führend, im vergangenen Jahr waren es allerdings noch 33 Prozent.
Ein möglicher Grund für die Zurückhaltung ist die weiterhin hohe Risikowahrnehmung. 63 Prozent der befragten US-Anleger stufen Kryptowährungen als "sehr riskant" ein, weitere 31 Prozent als zumindest "etwas riskant".
Autor: Pascal Grunow, wallstreetONLINE Redaktion

