Saudi-Arabien bittet um Hilfe
China knüpft sich den Iran vor: Pfeift die Huthis zurück!
Erstmals tritt China in den Konflikt zwischen den USA und dem Iran ein. Saudi-Arabien hatte nach den Angriffen der Huthis um Hilfe ersucht. Kommt jetzt das Rohöl auch wieder nach Europa?
- China bittet Iran um Einfluss auf die Huthi-Rebellen
- Saudi-Arabien steigert Ölförderung und Exporte
- Mehr saudisches Öl bringt Europa keine Entspannung
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China hat Teheran offenbar unter vier Augen um Hilfe bei der Eindämmung der Huthi-Rebellen im Jemen gebeten. Zuvor wandte sich Saudi-Arabien nach dem Militärangriff der Rebellen in der vergangenen Woche an Peking.
Nachdem die Huthis entlang der Küste des Roten Meeres und um die Meerenge von Bab al-Mandab rasche Fortschritte erzielt hatten, fragte Riad China um Beistand.
Dies geht aus Aussagen von drei iranischen Quellen hervor, wie Reuters berichtet.
China habe zwar öffentlich zu Zurückhaltung, Dialog und der Wiederherstellung einer sicheren Schifffahrt aufgerufen, doch die internen Botschaften gingen über die öffentlichen Erklärungen hinaus, hieß es.
Peking möchte, dass der Iran seinen Einfluss auf die Huthis nutzt, um zu verhindern, dass sich der Konflikt weiter auf die Energierouten ausbreitet, von denen auch China abhängig ist.
Chinesische Beamte hätten keine expliziten Drohungen ausgesprochen oder angedeutet, dass Peking versuchen würde, Teheran wirtschaftlich unter Druck zu setzen, falls es seinen Einfluss auf die Huthis nicht geltend mache, so die Insider-Infos der Nachrichtenagentur.
Saudi-Arabien hat indes die Ölförderung wieder angekurbelt und liefert fast so viel Öl, wie vor der Krise.
Saudi Aramco hat am Sonntag etwa 14 Millionen Barrel auf sieben VLCC-Tanker in Ras Tanura verladen.
Die saudischen Exporte durch die Straße von Hormus sind zuletzt auf rund 2,9 Mllionen Barrel pro Tag gestiegen, im August waren es nur etwa 700.000 Barrel pro Tag.
Für Europa bedeutet die Öffnung des saudischen Ölhahns aber nicht automatisch Entspannung. Öl wurde nach Europa bis jetzt über die alternative Ost-West-Route an den Roten Meer Hafen Yanbu verschickt. Durch Hormus fließt jetzt wieder mehr Öl, das gelangt aber vor allen Dingen nach Asien.
Nach den Angriffen durch die Huthis wurden die Verladungen in Yanbu gestoppt. Es bleibt abzuwarten, ob die Intervention Chinas jetzt Früchte trägt.
Autor: Krischan Orth, wallstreetONLINE Redaktion

