KI-Aktie vor Comeback?
CoreWeave fällt stark: Ist jetzt der perfekte Einstiegszeitpunkt?
CoreWeave kämpft mit Schulden und Verwässerungsängsten. Die UBS sieht dennoch Potenzial und setzt auf die starke Nachfrage nach KI-Rechenleistung.
- UBS sieht trotz Schulden Chancen bei CoreWeave
- Hohe KI-Nachfrage stützt CoreWeaves Wachstum
- UBS warnt vor Verwässerung und hohen Schulden
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Die Aktie von CoreWeave steht seit Monaten unter Druck. Sorgen über die hohe Verschuldung und die Finanzierung des weiteren Wachstums haben den Kurs belastet. Die Schweizer Großbank UBS sieht darin nun jedoch eine Einstiegschance und hat die Aktie mit einer Kaufempfehlung in die Bewertung aufgenommen.
Die UBS sieht die CoreWeave-Aktie bei 120 US-Dollar. Damit liegt das Kursziel unter dem Wall-Street-Konsens von 140,81 US-Dollar, wie Daten von Seeking Alpha zeigen.
"Trotz hervorragender Anzeichen für eine hohe Nachfrage nach KI-Rechenleistung und deutlicher Hinweise darauf, dass die Umsatzkennzahl pro Gigawatt von CoreWeave weiter steigen wird, ist die Stimmung an der Börse sehr zurückhaltend", schrieb Analyst Karl Keirstead in einer Mitteilung an Kunden.
Schulden bleiben ein Risiko
Die Aktie hat in den vergangenen drei Monaten fast 18 Prozent verloren. Anleger beschäftigen sich vor allem mit den hohen Schulden, die CoreWeave für den Ausbau seiner Infrastruktur aufnimmt. Zuletzt verschärfte sich der Ausverkauf, nachdem das Unternehmen eine Wandelanleihe im Volumen von 3 Milliarden US-Dollar angekündigt hatte. Zudem sollen Millionen neue Aktien ausgegeben werden. Das weckte Sorgen vor einer Verwässerung der bestehenden Anteilseigner.
Die UBS hält die Bedenken für nachvollziehbar. "Wir nehmen die Bedenken (vor allem hinsichtlich des Verschuldungs- und Kreditrisikos) zur Kenntnis, kommen jedoch zu dem Schluss, dass sie ihren Höhepunkt erreicht haben", erklärte Keirstead, der laut TipRanks als vergleichsweise zuverlässig gilt.
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UBS setzt auf KI-Nachfrage
Trotz der finanziellen Risiken rechnet die Bank mit einer Erholung. Der Grund ist die weiterhin hohe Nachfrage nach Rechenleistung für künstliche Intelligenz. Dabei sieht die UBS nicht nur die großen KI-Labore als Wachstumstreiber, sondern auch Unternehmen.
Keirstead räumt ein, dass eine vorsichtigere Einschätzung angesichts der Verschuldung naheliegend wäre. Die Wall Street könnte seiner Ansicht nach jedoch die Stärke und Nachhaltigkeit der KI-Nachfrage unterschätzen. Auch steigende Preise für Grafikprozessoren könnten die Umsätze je Gigawatt von derzeit rund 11 Milliarden auf mehr als 15 Milliarden US-Dollar erhöhen.
Zudem habe sich CoreWeave laut Keirstead einen Ruf für Zuverlässigkeit und Leistung aufgebaut, der das Unternehmen von seinen Wettbewerbern abhebe.
Die Einschätzung der UBS deckt sich mit der Mehrheit der Analysten. Laut LSEG-Daten empfehlen 28 von 41 Experten die Aktie zum Kauf oder starken Kauf.
Autorin: Saskia Reh, wallstreetONLINE Redaktion
