Märkte am Morgen

    8373 Aufrufe 8373 0 Kommentare 0 Kommentare

    Zinsen steigen weiter: "Die Angst ist zurück" – DAX weitet Korrektur aus

    Zinsängste und hohe Ölpreise belasten die Börsen. Der DAX dürfte zu Handelsbeginn sinken. Im Fokus steht heute außerdem der Gipfel zwischen Trump und Xi.

    Märkte am Morgen - Zinsen steigen weiter: "Die Angst ist zurück" – DAX weitet Korrektur aus

    US-Anleiherenditen auf dem höchsten Stand seit 2007

    Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen waren am Mittwoch um mehr als 13 Basispunkte auf 5,104 Prozent gesprungen. Damit erreichte sie laut CNBC den höchsten Stand seit Juli 2007. Auch andere Laufzeiten zogen an: Zweijährige Anleihen rentierten mit 4,889 Prozent, 30-jährige mit 5,398 Prozent.

    Am Donnerstagmorgen notiert die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen sogar bei 5,114 Prozent (Stand: 07:25 Uhr MESZ). 

    Anzeige 
    Handeln Sie Ihre Einschätzung zu DAX!
    Long
    23.988,80€
    Basispreis
    16,93
    Ask
    × 14,99
    Hebel
    Zum Produkt
    Blatt
    Short
    27.372,17€
    Basispreis
    17,37
    Ask
    × 15,00
    Hebel
    Zum Produkt
    Blatt
    Präsentiert von
    Im Durchschnitt erleiden 7 von 10 Kleinanlegern Verluste beim Handel mit Turbo-Zertifikaten. Turbo-Zertifikate sind hoch risikoreiche Produkte und nicht für langfristige Anlagestrategien geeignet.
    Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf das Disclaimer Dokument. Beachten Sie auch die weiteren Hinweise zu dieser Werbung.

    Zu den Auslösern zählten überraschend starke US-Konjunkturdaten. Der Einkaufsmanagerindex für Dienstleistungen stieg im September auf 58,7 Punkte, der für die Industrie erreichte 56,7 Punkte. Fed-Direktor Michael Barr hielt zudem weitere geldpolitische Schritte zur Eindämmung der Inflation für wahrscheinlich. Laut dem FedWatch-Tool stieg die Wahrscheinlichkeit einer erneuten Zinserhöhung im Oktober auf 70,9  Prozent, nach 66 Prozent am Vortag.

    Zusätzlichen Druck brachte eine Auktion fünfjähriger US-Staatsanleihen, bei der die Nachfrage schwach ausfiel.

    "Die Zinsen steigen wieder. Der Ausverkauf bei Renten geht weiter. Die Angst ist zurück", schreibt Thomas Altmann von QC Partners. Neue Wirtschaftsdaten zeigten, dass die Volkswirtschaften das höhere Zinsniveau bislang gut verkraften. Hinzu kommen Inflationssorgen aufgrund der Überlegungen der USA, Dieselausfuhren zu stoppen.

    Laut Altmann preisen die Märkte inzwischen drei bis vier weitere Zinserhöhungen in den USA bis Ende 2027 ein. Für die EZB seien es sogar fünf Anhebungen binnen zwölf Monaten. Ob diese Schritte tatsächlich kommen, sei offen. Die Rendite fünfjähriger Bundesanleihen erreichte am Mittwoch bereits ein neues 18-Jahres-Hoch.

    Japans Anleiherendite steigt auf den höchsten Stand seit 1996

    Die Rendite zehnjähriger japanischer Staatsanleihen stieg am Donnerstag um zehn Basispunkte auf 3,075 Prozent. Das ist der höchste Stand seit 1996, wie Bloomberg berichtet. Nach einer dreitägigen Feiertagspause erfasste der weltweite Ausverkauf am Anleihemarkt nun auch Japan. Die Rendite fünfjähriger Papiere legte um 9,5 Basispunkte auf 2,37 Prozent zu.

    Druck kam aus den USA: Robuste Konjunkturdaten und eine schwach nachgefragte Anleiheauktion trieben die Renditen dort nach oben. Steigende Ölpreise verstärkten die Inflationssorgen. In Japan hatte die Notenbank am vergangenen Freitag ihren Leitzins erhöht und weitere Zinsschritte offengelassen.

    Hinzu kommt die Sorge, dass die Bank of Japan bei der Inflationsbekämpfung zu zögerlich vorgehen könnte. Auch mögliche zusätzliche Staatsausgaben beschäftigen die Anleger: Laut Bloomberg erwägt die Regierung ein mittelfristiges Verteidigungsausgabenziel von 3,5 Prozent der Wirtschaftsleistung. Offen ist jedoch, wie diese höheren Ausgaben finanziert werden sollen.

    Ölpreise geben am Donnerstagmorgen etwas nach

    Die Ölpreise sind am Donnerstagmorgen leicht gesunken. Brent zur Lieferung im November fällt um 0,81 Prozent auf 102,25 US-Dollar je Barrel. US-Öl der Sorte WTI kostet mit 91,45 US-Dollar je Barrel 0,77 Prozent weniger.

    Im Fokus steht ein Bericht über steigende Rohölimporte in Asien. Demnach dürfte die Region im September täglich 23,96 Millionen Barrel einführen, nach 23,38 Millionen Barrel im August. Das wäre laut Reuters und Daten des Analysehauses Kpler der höchste Wert seit Februar. Trotz dieser Erholung liegen die Importe noch rund 13 Prozent unter dem Niveau vor dem Iran-Krieg.

    Die Spannungen zwischen den USA und dem Iran halten unterdessen an. Vor der UN-Vollversammlung warf Irans Präsident Masud Pezeshkian den USA und Israel vor, die weltweite Instabilität zu verschärfen, und kündigte weiteren Widerstand an. Das Risiko neuer Störungen der Ölversorgung bleibt damit bestehen.

    Nach einer ruhigeren Phase waren die Ölpreise am Mittwoch wieder deutlich gestiegen. Zuvor war in der Straße von Hormus erneut ein Frachtschiff unter Beschuss geraten. Der Iran machte eine mögliche Öffnung der Meerenge in Gesprächen mit den USA von Bedingungen abhängig.

    DAX weitet Korrektur aus

    Der DAX dürfte am Donnerstag mit Verlusten in den Handel starten. "Rund zweieinhalb Stunden vor Xetra-Start taxierte der Broker IG den Leitindex auf 25.330 Punkte – ein Minus von 0,3 Prozent. Damit würde sich die Korrektur vom Vortag zunächst fortsetzen.

    Die vorbörsliche Indikation liegt mit 25.330 Punkten nur knapp über der 100-Tage-Linie bei 25.319 Punkten. In der vergangenen Woche war der DAX zeitweise unter diese Marke gefallen, hatte sich anschließend jedoch wieder erholt.

    Wall Street unter Druck

    Die US-Börsen schlossen am Mittwoch ebenfalls mit Verlusten. Der Dow Jones gab um 0,7 Prozent nach, der S&P 500 um 0,8 Prozent. Der Nasdaq 100 verlor 1,1 Prozent, obwohl er am Dienstag noch ein Rekordhoch erreicht hatte.

    Trump und Xi im Fokus

    Am Donnerstag richtet sich der Blick der Anleger nach Washington. Dort treffen US-Präsident Donald Trump und der chinesische Staats- und Parteichef Xi Jinping aufeinander. Noch vor dem Gipfel verkündete US-Finanzminister Steven Mnuchin eine Verlängerung der Zollpause: Das bislang bis zum 10. November befristete Abkommen im Handelsstreit soll nun bis zum 10. Januar gelten.

    Bessent hatte zuvor mit Chinas Vizeregierungschef He Lifeng gesprochen. Beide Seiten loten nach seinen Worten aus, ob ein größeres Abkommen möglich ist. Für Anleger stehen neben den Zöllen auch künstliche Intelligenz, Technologieexporte und geopolitische Fragen im Fokus.

    Teste SMARTBROKER+ und überzeug dich selbstEröffne im September dein Depot, führe 5 Trades aus und sichere dir 50 € Prämie. Wenn du zusätzlich Depotvolumen mitbringst, sind bis zu 120 € möglich. → Jetzt testen


    Autor: Ferdinand Hammer, wallstreetONLINE Redaktion



    Reports
    KI-Euphorie kippt - Bei diesen 5 Aktien droht der Crash!




    wallstreetONLINE Redaktion
    0 Follower
    Autor folgen
    Mehr anzeigen

    Melden Sie sich HIER für den Newsletter der wallstreetONLINE Redaktion an - alle Top-Themen der Börsenwoche im Überblick! Verpassen Sie kein wichtiges Anleger-Thema!

    Für Beiträge auf diesem journalistischen Channel ist die Chefredaktion der wallstreetONLINE Redaktion verantwortlich.

    Die Fachjournalisten der wallstreetONLINE Redaktion berichten hier mit ihren Kolleginnen und Kollegen aus den Partnerredaktionen exklusiv, fundiert, ausgewogen sowie unabhängig für den Anleger.

    Die Zentralredaktion recherchiert intensiv, um Anlegern der Kategorie Selbstentscheider relevante Informationen für ihre Anlageentscheidungen liefern zu können.

    NEU: Podcast "Börse, Baby!"

    Mehr anzeigen

    NEU: Podcast "Börse, Baby!"


    Verfasst vonRedakteurFerdinand Hammer
    wallstreetONLINE bei Google bevorzugen.Sie erhalten mehr Inhalte von uns in Ihren Suchergebnissen
    Märkte am Morgen Zinsen steigen weiter: "Die Angst ist zurück" – DAX weitet Korrektur aus Zinsängste und hohe Ölpreise belasten die Börsen. Der DAX dürfte zu Handelsbeginn sinken. Im Fokus steht heute außerdem der Gipfel zwischen Trump und Xi.

    Im Durchschnitt erleiden 7 von 10 Kleinanlegern Verluste beim Handel mit Turbo-Zertifikaten. Turbo-Zertifikate sind hoch risikoreiche Produkte und nicht für langfristige Anlagestrategien geeignet.
    Profitieren Sie von unserem Alleinstellungsmerkmal als den zentralen verlagsunabhängigen Wissens-Hub für einen aktuellen und fundierten Zugang in die Börsen- und Wirtschaftswelt, um strategische Entscheidungen zu treffen.
    • ✅ Größte Finanz-Community Deutschlands
    • ✅ über 550.000 registrierte Nutzer
    • ✅ rund 2.000 Beiträge pro Tag
    • ✅ verlagsunabhängige Partner ARIVA, FinanzNachrichten und BörsenNews
    • ✅ Jederzeit einfach handeln beim SMARTBROKER+
    • ✅ mehr als 25 Jahre Marktpräsenz
    Aktien von A - Z: # A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z
    wallstreetONLINE bei X wallstreetONLINE bei Instagram wallstreetONLINE bei Facebook wallstreetONLINE bei Youtube wallstreetONLINE bei LinkedIn
    Unsere Apps: Apple App Store Icon Google Play Store Icon
    Wenn Sie Kursdaten, Widgets oder andere Finanzinformationen benötigen, hilft Ihnen ARIVA gerne. 

    Unsere User schätzen wallstreet-online.de: 4.8 von 5 Sternen ermittelt aus 285 Bewertungen bei www.kagels-trading.de
    Zeitverzögerung der Kursdaten: Deutsche Börsen +15 Min. NASDAQ +15 Min. NYSE +20 Min. AMEX +20 Min. Dow Jones +15 Min. Alle Angaben ohne Gewähr.
    Copyright © 1998-2026 Smartbroker Holding AG - Alle Rechte vorbehalten.
    Mit Unterstützung von: Ariva Smartbroker+
    Daten & Kurse von: TTMzero