Novo Nordisk vor Wall-Street-Schritt – Aktie stürzt weiter ab
**Novo Nordisk prüft Direktnotierung in New York – Aktie bleibt unter Druck**
Novo Nordisk denkt über eine direkte Notierung seiner Aktien an der New York Stock Exchange (NYSE) nach. Vorstandschef Mike Doustdar sagte der *Financial Times*, ein solcher Schritt könne langfristig klare Vorteile bringen. Einen konkreten Prozess gebe es derzeit allerdings nicht. Die Idee werde bereits seit Jahren diskutiert und werde aktuell nicht aktiv vorangetrieben.
Der dänische Pharmakonzern ist in den USA bislang über American Depositary Receipts (ADRs) handelbar. Eine direkte NYSE-Notierung könnte die Sichtbarkeit der Aktie bei amerikanischen Fonds und institutionellen Investoren erhöhen. Zudem wären eine höhere Liquidität und eine bessere Vergleichbarkeit mit dem US-Konkurrenten Eli Lilly möglich. Für Novo Nordisk wäre der Schritt vor allem deshalb relevant, weil die USA mehr als die Hälfte des Konzernumsatzes erwirtschaften und die Bedeutung amerikanischer Anleger in der Aktionärsstruktur deutlich zugenommen hat.
Ein klassischer Börsengang wäre nicht erforderlich. Da Novo Nordisk bereits über ADRs am US-Markt vertreten ist, könnte die Umstellung technisch innerhalb weniger Monate erfolgen. Wegen regulatorischer Abstimmungen, der Zusammenarbeit mit der Börse und der Kommunikation mit Investoren wäre jedoch eher mit einem Zeitraum von sechs bis zwölf Monaten nach einer endgültigen Entscheidung zu rechnen.
Die mögliche Verlagerung der Aufmerksamkeit an die Wall Street kommt in einer schwierigen Phase. Die Aktie des Diabetes- und Abnehmspezialisten steht seit dem Rekordhoch im Juni 2024 massiv unter Druck. Damals war der Kurs im Zuge des Booms um Ozempic und Wegovy zeitweise über 1.000 dänische Kronen gestiegen. Inzwischen liegt er fast 75 Prozent darunter. Die Marktkapitalisierung sank von mehr als 500 Milliarden Euro auf rund 160 Milliarden Euro.
Belastet wird Novo Nordisk durch enttäuschende Forschungsergebnisse, Preisdruck im US-Geschäft, mehrere Prognosekorrekturen und die zunehmende Konkurrenz von Eli Lilly. Nach LSEG-Schätzungen könnten Lillys Umsätze mit dem Abnehmmedikament Zepbound in diesem Jahr die Wegovy-Erlöse um mehr als sieben Milliarden US-Dollar übertreffen. Während Novo Nordisk bis 2030 ein Wachstum auf Wettbewerbsniveau anstrebt, sorgen Anleger sich zudem um den bevorstehenden Patentauslauf des Wirkstoffs Semaglutid.
Am Kapitalmarkttag in London fiel die Novo-Aktie zwischenzeitlich um fast acht Prozent auf 260 Kronen. Analysten bemängelten unter anderem eine voraussichtlich geringere Gewinnmarge und fehlende Klarheit über das Tempo des Patentablaufs. JPMorgan beließ die Aktie auf „Neutral“ mit einem Kursziel von 275 Kronen.
Eine Direktnotierung könnte die Investorenbasis verbreitern, die operativen Herausforderungen aber nicht lösen. Entscheidend bleiben die Pipeline, neue orale Präparate und die Fähigkeit, gegenüber Eli Lilly Marktanteile zurückzugewinnen.
Die Novo Nordisk Aktie wird zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Nachricht mit einem Plus von +0,16 % und einem Kurs von 33,69EUR auf Lang & Schwarz (24. September 2026, 07:39 Uhr) gehandelt.
Diskutieren Sie über die enthaltenen Werte
Disclaimer für Finanznachrichten mit KI-Autor "wO newsflash" Die bereitgestellten Artikel wurden mit Hilfe einer künstlichen Intelligenz erstellt und dienen ausschließlich Informationszwecken. Die Richtigkeit der Informationen kann nicht garantiert werden. Vor finanziellen Entscheidungen unbedingt unabhängige Quellen konsultieren. Wir übernehmen keine Haftung für Verluste oder Schäden. Investieren birgt Risiken. Keine Empfehlungen zum Kauf oder Verkauf von Finanzprodukten. Urheberrechtlich geschützt, keine Reproduktion ohne Genehmigung. Technische Fehlfunktionen sind jederzeit möglich. Änderungen vorbehalten.
