DHL kauft weiter eigene Aktien – Capital Group fällt unter 3 Prozent
**DHL kauft eigene Aktien zurück – Capital Group unterschreitet Drei-Prozent-Schwelle**
Die DHL AG hat ihr Aktienrückkaufprogramm in der vergangenen Woche fortgesetzt. Vom 14. bis einschließlich 18. September 2026 erwarb der Bonner Logistikkonzern insgesamt 89.546 eigene Aktien. Dafür wurden rund 5,00 Millionen Euro aufgewendet. Der durchschnittliche Kaufpreis lag bei 55,8530 Euro je Aktie.
Die Käufe erfolgten über mehrere Handelsplätze. Den größten Anteil wickelte DHL über Xetra ab, hinzu kamen Transaktionen über CBOE Europe, Turquoise Europe und Aquis Europe. Der Rückkauf bewegte sich dabei in einer engen Preisspanne: Die niedrigsten durchschnittlichen Tagespreise wurden am 14. September mit rund 55,52 bis 55,79 Euro je Aktie verzeichnet. Am 18. September lagen die Durchschnittskurse je nach Handelsplatz zwischen rund 55,90 und 56,20 Euro.
Seit dem Start des aktuellen Rückkaufprogramms am 10. August wurden damit insgesamt 2,706 Millionen DHL-Aktien erworben. Das Unternehmen veröffentlicht die detaillierte Aufstellung der einzelnen Transaktionen auf seiner Investor-Relations-Website. Aktienrückkäufe dienen unter anderem dazu, überschüssige Liquidität an Aktionäre zurückzuführen und die Zahl der ausstehenden Aktien zu verringern. Dadurch kann sich – bei unverändertem Ergebnis – der Gewinn je Aktie rechnerisch erhöhen. Über die endgültige Verwendung der zurückgekauften Aktien entscheidet das Unternehmen im Rahmen des Programms.
Parallel meldete DHL eine Veränderung in der Aktionärsstruktur. The Capital Group Companies, ein US-amerikanischer Investmentkonzern mit Sitz in Los Angeles, unterschritt am 17. September die gesetzliche Meldeschwelle von drei Prozent. Der Stimmrechtsanteil sank den Angaben zufolge von zuvor 4,89 Prozent auf 2,93 Prozent. Das entspricht 33,714 Millionen zugerechneten Stimmrechten. Instrumente mit Stimmrechtscharakter hielt die Gesellschaft zum Meldestichtag nicht.
Die Mitteilung steht im Zusammenhang mit Käufen beziehungsweise Verkäufen von Aktien und Instrumenten. Eine vollständige Unternehmensstruktur der Capital Group weist mehrere verbundene Gesellschaften aus, darunter Capital Research and Management Company, Capital Group International sowie verschiedene Gesellschaften von Capital International. Die Stimmrechte werden dem Konzernverbund zugerechnet.
Für kurzfristige operative Aufmerksamkeit sorgte zudem ein Vorfall in einem DHL-Zustellzentrum im mecklenburgischen Leizen. Eine zunächst als möglicherweise gefährlich eingestufte Substanz wurde von Spezialkräften gesichert. Eine Laboranalyse ergab jedoch, dass es sich nicht um hochgiftiges Quecksilber, sondern um das quecksilberfreie und ungefährliche Metallgemisch Galinstan handelte. Das Zustellzentrum wurde wieder freigegeben. Vermutlich war eine beschädigte Bestellung während des Transports ausgelaufen und hatte weitere Pakete verunreinigt. Strafrechtliche Ermittlungen ergeben sich nach aktuellem Stand nicht.
Die DHL Group Aktie wird zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Nachricht mit einem Plus von 0,00 % und einem Kurs von 57,20EUR auf Lang & Schwarz (24. September 2026, 07:45 Uhr) gehandelt.
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