AMD knackt die Billion: KI-Boom und fallende Ölpreise treiben Märkte
**Marktbericht: AMD erreicht Billionenbewertung, fallende Ölpreise stützen Börsen**
Die internationalen Finanzmärkte stehen im Zeichen zweier gegenläufiger Entwicklungen: Während sinkende Ölpreise die Aktienmärkte zuletzt unterstützten, sorgt der anhaltende Boom rund um künstliche Intelligenz für neue Rekorde im Technologiesektor. Besonders im Fokus steht der US-Chiphersteller AMD, dessen Börsenwert erstmals die Marke von einer Billion US-Dollar überschritten hat.
AMD ist damit nach Nvidia, Broadcom und Micron der vierte US-Chipkonzern mit einer Marktkapitalisierung oberhalb dieser Schwelle. Treiber der Rally ist vor allem die steigende Nachfrage nach leistungsfähigen Prozessoren für Rechenzentren und KI-Anwendungen. Im Oktober 2025 hatte AMD mit OpenAI einen Liefervertrag über eine installierte Leistung von sechs Gigawatt vereinbart. Ab dem zweiten Halbjahr 2026 sollen sogenannte Instinct-MI450-Prozessoren ausgeliefert werden. Darüber hinaus bestellte der Cloud-Anbieter Oracle 50.000 MI450-Chips für einen KI-Supercluster.
Die Geschäfte entwickeln sich bereits dynamisch. Im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2026 erzielte AMD einen Umsatz von 11,54 Milliarden US-Dollar – 50 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Das Rechenzentrumsgeschäft verdoppelte seinen Umsatz nahezu auf 6,7 Milliarden US-Dollar. Vorstandschefin Lisa Su stellte zudem in Aussicht, den Umsatz der Sparte bis 2027 mehr als zu verdoppeln. Die Nachfrage der großen Cloud-Anbieter zeigt zugleich, dass diese ihre Rechenkapazitäten zunehmend diversifizieren und neben Nvidia weitere Lieferanten aufbauen.
An der Börse Stuttgart notierte die AMD-Aktie zuletzt bei 542,30 Euro. Der DAX startete am 23. September leicht schwächer und lag rund 0,2 Prozent im Minus bei 25.549 Punkten. An den US-Börsen hatte der S&P 500 am Vortag kaum verändert bei 7.764,64 Punkten geschlossen. Der Nasdaq Composite gewann 0,45 Prozent auf 27.244,28 Punkte.
Unterstützung für die Aktienmärkte kam zuletzt vom Ölmarkt. Der Preis für ein Barrel Brent fiel zum Wochenbeginn um 3,4 Prozent auf 100,34 US-Dollar. Ausschlaggebend waren Fortschritte bei der Reparatur einer saudischen Pipeline sowie diplomatische Signale zwischen Washington und Teheran. Zwischenzeitlich zeichnete sich jedoch eine Gegenbewegung ab; Brent notierte am 23. September bei etwa 101,50 US-Dollar.
Die geopolitischen Risiken bleiben damit hoch. Gleichzeitig belastet die straffere US-Geldpolitik die Anleihemärkte: Die US-Notenbank hatte ihren Leitzins im September auf 3,75 bis 4,00 Prozent angehoben. Die Rendite zehnjähriger US-Treasuries lag zuletzt bei rund 4,96 Prozent, deutsche Bundesanleihen rentierten mit 3,45 Prozent.
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Die Advanced Micro Devices Aktie wird zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Nachricht mit einem Minus von -1,47 % und einem Kurs von 614,6USD auf Nasdaq (24. September 2026, 02:00 Uhr) gehandelt.
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