Salzgitter: Eigene Aktienquote halbiert – Jefferies bleibt optimistisch
**Salzgitter: Eigene Aktienquote sinkt deutlich – Jefferies bleibt optimistisch**
Die Salzgitter AG hat eine Veränderung bei ihren eigenen Aktien gemeldet. Wie aus einer am 21. September 2026 über EQS veröffentlichten Stimmrechtsmitteilung hervorgeht, hält der Stahlkonzern nun 2.957.205 eigene Aktien. Das entspricht einem Anteil von 4,9207 Prozent der insgesamt 60.097.000 Stimmrechte.
Damit ist der Bestand gegenüber der vorherigen Veröffentlichung deutlich zurückgegangen. Damals hatte Salzgitter einen Anteil eigener Aktien von 9,9996 Prozent ausgewiesen. Die aktuelle Meldung steht unter den gesetzlichen Veröffentlichungspflichten für den Erwerb oder die Veräußerung eigener Aktien nach § 40 Absatz 1 Satz 2 des Wertpapierhandelsgesetzes. Aus der Mitteilung gehen jedoch keine weiteren Angaben zu den konkreten Transaktionen, etwa zum Zeitraum, zu den Kursen oder zu den Gründen für die Veränderung hervor. Die ausgewiesenen Aktien werden direkt gehalten; ein indirekter Bestand über Tochtergesellschaften oder Dritte ist nicht angegeben.
Unterdessen beurteilt das Analysehaus Jefferies die Perspektiven für die Salzgitter-Aktie weiterhin positiv. Analyst Cole Hathorn bestätigte die Einstufung „Buy“ und beließ das Kursziel bei 66 Euro. Grundlage für die Einschätzung ist vor allem die erwartete Entwicklung der Stahlpreise in Europa.
Nach Einschätzung von Jefferies ist der Lagerabbau bei den Kunden der Stahlindustrie weitgehend abgeschlossen. Zwar dürften sich die Stahlpreise in der Europäischen Union zunächst im September und Oktober konsolidieren. Im weiteren Verlauf bis zum kommenden Jahr rechnet das Analysehaus jedoch wieder mit steigenden Preisen. Diese Entwicklung könnte auch bei einer weiterhin verhaltenen Nachfrage zu einer Ausweitung der Margen führen.
Darüber hinaus sieht Jefferies Potenzial für eine Anhebung der Analystenschätzungen zum operativen Ergebnis von Salzgitter für das Jahr 2027. Als weiteren unterstützenden Faktor nennt das Institut die aus seiner Sicht überschaubaren Energiekosten. Salzgitter setze in der Produktion weiterhin überwiegend Kohle ein, was die Kostenentwicklung im Vergleich zu stärker gas- oder stromabhängigen Produktionsprozessen begünstigen könne.
Die beiden Nachrichten zeichnen damit ein gemischtes, insgesamt aber konstruktives Bild: Die deutliche Veränderung beim Bestand eigener Aktien ist zunächst vor allem eine kapitalmarkt- und meldepflichtige Transaktion. Für die operative Bewertung des Unternehmens rückt dagegen die erwartete Erholung des europäischen Stahlpreisumfelds in den Mittelpunkt. Entscheidend wird sein, ob sich die prognostizierte Preiserholung tatsächlich durchsetzt und in höhere Margen sowie bessere Ergebnisse übersetzt.
Die Salzgitter Aktie wird zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Nachricht mit einem Minus von -0,58 % und einem Kurs von 51,40EUR auf Lang & Schwarz (24. September 2026, 07:47 Uhr) gehandelt.
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