VivaFlex und 275-Millionen-Anleihe: Helvetia Baloise rüstet auf
**Helvetia Baloise setzt auf flexible Vorsorge und solide Refinanzierung**
Helvetia Baloise richtet ihr Schweizer Geschäft stärker auf veränderte Lebens- und Arbeitsmodelle aus. Der Versicherer lanciert mit VivaFlex eine neue Lebensversicherung für die gebundene Säule 3a und die freie Vorsorge 3b. Gleichzeitig stärkt die Gruppe ihre Kapitalbasis mit einer nachrangigen Anleihe über 275 Millionen Franken.
Mit VivaFlex reagiert Helvetia auf die zunehmende Abkehr vom klassischen Erwerbsverlauf. Laut Bundesamt für Statistik arbeiteten 2025 rund 1,9 Millionen Menschen oder 38,7 Prozent der Erwerbstätigen in der Schweiz Teilzeit. Hinzu kommen längere Ausbildungszeiten, Sabbaticals, unbezahlte Care-Arbeit, berufliche Neuorientierungen und der Wunsch nach einer früheren Pensionierung. Diese Entwicklungen können den Aufbau der beruflichen und privaten Altersvorsorge bremsen.
Besonders relevant ist dies für Personen, die wegen eines reduzierten Pensums die Eintrittsschwelle der beruflichen Vorsorge nicht erreichen oder über längere Zeit ein tieferes Einkommen erzielen. Auch längere Bildungswege verkürzen die Zeit für den Kapitalaufbau. Nach Angaben der Schweizerischen Koordinationsstelle für Bildungsforschung verfügt inzwischen rund die Hälfte der 25- bis 34-Jährigen über einen Hochschulabschluss oder einen Abschluss der höheren Berufsbildung.
VivaFlex soll Kundinnen und Kunden ermöglichen, Sicherheit, Renditechancen und Risikoabsicherung individuell zu kombinieren. Die Versicherung kann laut Helvetia während der gesamten Vertragslaufzeit an veränderte persönliche oder finanzielle Verhältnisse angepasst werden. Als mögliche Einsatzbereiche nennt das Unternehmen die Familiengründung, den Wechsel in die Selbstständigkeit, die Absicherung bei Teilzeitarbeit sowie die indirekte Amortisation eines Eigenheims.
Die Produktvorstellung ist eine der ersten grösseren Innovationen seit dem Zusammenschluss von Helvetia und Baloise. Das Unternehmen betont, Vorsorge müsse als fortlaufender Prozess verstanden werden. Regelmässige finanzielle Standortbestimmungen sollen helfen, den Versicherungsschutz und die Anlagestrategie an neue Lebensphasen anzupassen. Konkrete Produktkosten oder Renditeannahmen nennt die Mitteilung nicht; für die Beurteilung sind daher die Vertragsunterlagen und das Basisinformationsblatt entscheidend.
Am Kapitalmarkt konnte Helvetia Baloise am 23. September zudem eine nachrangige Anleihe über 275 Millionen Franken platzieren. Die Tranche weist einen Coupon von 2,2875 Prozent, eine Laufzeit von 20 Jahren und einen ersten Kündigungstermin 2036 auf. Die Mittel dienen allgemeinen Unternehmenszwecken, darunter der Refinanzierung.
Die erfolgreiche Emission wertet das Management als Beleg für den weiterhin guten Zugang zum Schweizer Kapitalmarkt und das Vertrauen der Investoren in die Finanzkraft der Gruppe. Zugleich soll sie die Kapitalstruktur aktiv bewirtschaften und die finanzielle Flexibilität sichern. UBS und die Zürcher Kantonalbank begleiteten die Transaktion als Joint Lead Manager. Helvetia Baloise beschäftigt über 20’000 Mitarbeitende und ist in acht europäischen Märkten sowie den globalen Specialty Markets aktiv.
Die Helvetia Holding Aktie wird zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Nachricht mit einem Minus von -0,17 % und einem Kurs von 228,7EUR auf Lang & Schwarz (24. September 2026, 07:13 Uhr) gehandelt.
Disclaimer für Finanznachrichten mit KI-Autor "wO newsflash" Die bereitgestellten Artikel wurden mit Hilfe einer künstlichen Intelligenz erstellt und dienen ausschließlich Informationszwecken. Die Richtigkeit der Informationen kann nicht garantiert werden. Vor finanziellen Entscheidungen unbedingt unabhängige Quellen konsultieren. Wir übernehmen keine Haftung für Verluste oder Schäden. Investieren birgt Risiken. Keine Empfehlungen zum Kauf oder Verkauf von Finanzprodukten. Urheberrechtlich geschützt, keine Reproduktion ohne Genehmigung. Technische Fehlfunktionen sind jederzeit möglich. Änderungen vorbehalten.

