NORMA Group baut Vorstand um – Großinvestoren reduzieren Beteiligungen
**NORMA Group richtet Führung und Aktionärsstruktur neu aus**
Die NORMA Group steht im Zeichen einer umfassenden Transformation. Der Verbindungstechnikhersteller und Autozulieferer verschlankt seine Führungsorganisation und konzentriert sich nach dem Verkauf des Geschäftsbereichs Water Management stärker auf Fahrzeughersteller sowie Industriekunden. Parallel dazu haben mehrere Investoren Veränderungen ihrer Beteiligungen an dem im SDAX gelisteten Unternehmen gemeldet.
Der Aufsichtsrat beschloss, den Vorstand von bislang drei auf künftig zwei Mitglieder zu reduzieren. Das Führungsgremium besteht damit nur noch aus Vorstandschefin Birgit Seeger und Finanzvorstand Mark Wilhelms. Der bisherige Chief Operating Officer Daniel Heymann schied bereits zum 14. September 2026 aus dem Vorstand aus. Nach Unternehmensangaben erfolgte die Beendigung der vertraglichen Zusammenarbeit im gegenseitigen Einvernehmen.
NORMA begründet die neue Struktur mit der veränderten Größe und strategischen Ausrichtung des Konzerns. Die Transformation zur „NewNORMA“ soll das Unternehmen schlanker, transparenter und wettbewerbsfähiger machen. Bereits im Juli war der Aufsichtsrat nach Zustimmung der Hauptversammlung von sechs auf fünf Mitglieder verkleinert worden. Die reduzierte Führungsstruktur soll Entscheidungswege verkürzen und die Umsetzung der Transformationsstrategie beschleunigen.
„Mit der Transformation zu NewNORMA richten wir das Unternehmen konsequent auf seine künftige Größe und Aufstellung aus“, erklärte CEO Birgit Seeger. Aufsichtsratschef Mark Wilhelms sieht in der Vorstandsverkleinerung die Möglichkeit, agiler zu handeln und die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken.
Auch auf der Aktionärsseite gab es in der vergangenen Woche meldepflichtige Veränderungen. JPMorgan Chase & Co. unterschritt zum 16. September die Schwelle von drei Prozent bei den direkten beziehungsweise zugerechneten Stimmrechten deutlich. Die Beteiligung sank von zuvor 3,84 auf 0,29 Prozent. Einschließlich verschiedener Finanzinstrumente summiert sich der neue Anteil auf 0,66 Prozent. Gemeldet wurden unter anderem ein Rückrufrecht für verliehene Aktien sowie ein bar abzurechnender Equity Swap mit einem Umfang von 0,34 Prozent und einer Laufzeit vom 30. September 2026 bis zum 22. September 2027.
Nicolaas Hoek reduzierte seine zugerechnete Beteiligung über die SPICE TWO Investment Coöperatief U.A. zum 17. September ebenfalls deutlich. Sein Stimmrechtsanteil fiel von knapp 5,0 auf 0,74 Prozent. Instrumente hält er laut Mitteilung nicht.
Die NORMA Group beschäftigte zuletzt rund 6.000 Menschen, betreibt 19 Produktionsstätten und erzielte 2025 einen Umsatz von rund 820 Millionen Euro. Der Konzern bietet mehr als 40.000 Verbindungslösungen für Kunden in über 100 Ländern an.
Die NORMA Group Aktie wird zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Nachricht mit einem Plus von +0,24 % und einem Kurs von 16,54EUR auf Lang & Schwarz (24. September 2026, 07:51 Uhr) gehandelt.
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