Meta-Aktie mit neuem Kursziel: Jefferies sieht KI als Kurstreiber
**Jefferies sieht großes Potenzial in Metas KI-Strategie**
Das Analysehaus Jefferies zeigt sich zunehmend optimistisch für die weitere Entwicklung des Facebook-Konzerns Meta. Analyst Brent Thill hob das Kursziel für die Meta-Aktie von 710 auf 875 US-Dollar an und bestätigte die Einstufung „Buy“. Zur Begründung verwies er auf den neuen KI-Agenten des Konzerns, der unter dem Namen „Muse“ vorgestellt wurde.
„Die Muse ist frei“, schrieb Thill in seinem Kommentar. Der neue Dienst weise alle Merkmale einer möglichen „Killer-App“ auf. Nach Einschätzung des Analysten erreiche Muse bereits eine Verbraucherakzeptanz, die deutlich über jener vergleichbarer Angebote wie Anthropics Claude oder Googles Gemini liege. Daraus ergäben sich zugleich erhebliche Chancen für die Monetarisierung. Jefferies sieht damit weiteres Wachstumspotenzial für Meta, dessen Geschäftsmodell bislang vor allem auf digitaler Werbung auf Plattformen wie Facebook und Instagram beruht.
Parallel baut Meta sein Geschäft mit KI-gestützter Hardware aus. Der Konzern bringt seine Kamera-Brille mit integriertem kleinem Display am 13. Oktober auch nach Deutschland und in weitere europäische Länder. Der Preis soll bei 899 Euro liegen. Damit erfolgt der Markteintritt in Europa fast ein Jahr nach dem Start in den USA.
Die Brillen können Fotos und Videos aufnehmen. Zugleich übertragen sie Informationen darüber, was der Nutzer gerade sieht, an die Künstliche Intelligenz von Meta. Auf diese Weise soll die Assistenz situationsbezogene Antworten liefern. Ein Leuchtsignal weist darauf hin, dass die Kamera aktiviert ist. Genau diese Funktion steht jedoch im Zentrum einer anhaltenden Datenschutzdebatte.
Kritiker berichten von Fällen, in denen Nutzer die Kontrollleuchte verdeckt oder entfernt hätten. Zudem seien die Brillen genutzt worden, um andere Menschen ohne deren Zustimmung aufzunehmen und die Aufnahmen anschließend online zu verbreiten. In Europa gibt es deshalb Forderungen nach einem Verbot entsprechender Geräte.
Meta-Manager Alex Himel betonte, der Konzern nehme den möglichen Missbrauch sehr ernst. Manipulierte Brillen würden deaktiviert; betroffen seien weniger als 0,1 Prozent der Geräte. Darüber hinaus durchsuche Meta Instagram und Facebook nach entsprechenden Videos und sperre neben den Inhalten auch die verantwortlichen Konten.
Auf der Entwicklerkonferenz Meta Connect kündigte Konzernchef Mark Zuckerberg außerdem an, bestimmte Interaktionen künftig vollständig verschlüsseln zu wollen. Dadurch hätte selbst Meta keinen Zugriff auf die Daten. Zusätzlich stellte das Unternehmen eine Brille ohne Kamera vor, die vor allem für Audio-Anwendungen gedacht ist. Eine allgemeine Gesichtserkennung lehnt Meta nach eigenen Angaben weiterhin ab. denkbare Spezialanwendungen, etwa zur Unterstützung Sehbehinderter, sollen nur mit großer Vorsicht geprüft werden.
Die Meta Platforms (A) Aktie wird zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Nachricht mit einem Plus von +1,02 % und einem Kurs von 744,1EUR auf Nasdaq (24. September 2026, 02:00 Uhr) gehandelt.
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