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    Iran-Krieg: Hormus wird zum geopolitischen Druckmittel – Gaspreise fallen

    Iran-Krieg: Hormus wird zum geopolitischen Druckmittel – Gaspreise fallen

    Der Iran-Krieg verschärft die Spannungen an den Energiemärkten und macht nach Einschätzung des katarischen Emirs Tamim bin Hamad zentrale Handelswege der Weltwirtschaft zum geopolitischen Druckmittel. Bei der UN-Generaldebatte warnte er vor globalen Preissteigerungen bei Lebensmitteln und Arzneimitteln. Die Folgen träfen vor allem Menschen, die mit dem Konflikt nichts zu tun hätten. Zudem sei die Gefahr gestiegen, dass ein Land seine Nachbarn in einen Krieg hineinziehe, der nicht der ihre sei.

    Besonders betroffen ist Katar. Der Golfstaat verfügt über große Erdgasreserven und zählt zu den wichtigsten Flüssiggasproduzenten der Welt. Wegen der faktischen Blockade der Straße von Hormus kann Katar sein LNG derzeit jedoch nur eingeschränkt auf den Weltmarkt bringen. Die Meerenge ist eine zentrale Route für den Transport von Öl und Flüssiggas aus den Förderregionen am Persischen Golf. Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate sind im Vergleich teilweise handlungsfähiger, weil sie Öl auch über Pipelines exportieren können.

    Katar setzt nach den Worten seines Emirs weiterhin auf Diplomatie. Eine Lösung der Krise sei möglich, wenn die Straße von Hormus für die Schifffahrt wieder geöffnet werde. Doha positioniert sich dabei als Vermittler und verweist auf seine früheren Aktivitäten im Gaza-Konflikt und in Afghanistan. Zugleich ist das Land sicherheitspolitisch eng mit den USA verbunden und beherbergt mit dem Luftwaffenstützpunkt al-Udeid eine bedeutende amerikanische Militärbasis. Die Beziehungen zum Iran wurden durch den Krieg schwer belastet. Katar meldete zahlreiche iranische Angriffe und den Abschuss zweier iranischer Kampfflugzeuge. Auch die Gasproduktionsanlage Ras Laffan wurde nach katarischen Angaben von einer Rakete getroffen.

    An den europäischen Gasmärkten sorgten derweil Hoffnungen auf eine diplomatische Lösung für Entspannung. Der richtungsweisende TTF-Kontrakt für den Folgemonat fiel zeitweise auf 68,65 Euro je Megawattstunde und damit auf den niedrigsten Stand seit Monatsbeginn. Zuletzt notierte er bei 70,66 Euro – rund 3,5 Prozent niedriger als am Vortag. Zuvor war der Preis auf mehr als 84 Euro und damit den höchsten Stand seit Ende 2022 gestiegen. Spekulationen über mögliche Verhandlungen sowie ein iranisches Angebot, die Straße von Hormus binnen sieben Tagen zu öffnen, belasteten die Preise.

    Parallel diskutiert die Energiebranche in Bangkok bei der Gastech 2026 über Versorgungssicherheit, Bezahlbarkeit und Nachhaltigkeit. Mehr als 50.000 Teilnehmer aus über 150 Ländern beraten über Investitionen, LNG, Wasserstoff, Elektrifizierung und den zusätzlichen Strombedarf durch künstliche Intelligenz. Die zentrale Botschaft: Nur internationale Kooperation, neue Infrastruktur und ein breiter Energiemix können den wachsenden Bedarf decken.



    Erdgas

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    Erdgas wird zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Nachricht mit einem Plus von +4,84 % und einem Kurs von 3,158USD auf Ariva Indikation (23. September 2026, 21:59 Uhr) gehandelt.






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