Smart-Home-Milliarden-Deal
Schneider Electric kauft Shelly – das steckt hinter dem Deal
Schneider Electric möchte den bulgarischen Smart-Home-Anbieter Shelly übernehmen. Die Gründer von Shelly unterstützen die Übernahme. So viel bieten die Franzosen für das bulgarische Unternehmen.
Schneider Electric möchte den bulgarischen Smart-Home-Spezialisten Shelly übernehmen. Wie Bloomberg berichtet, wird das Unternehmen ohne Berücksichtigung der Schulden mit rund 1,2 Milliarden Euro bewertet. Der französische Konzern plant, ein öffentliches Übernahmeangebot von 70 Euro je Aktie zu unterbreiten.
Das Angebot liegt 8,7 Prozent höher als der Mittwochsschlusskurs an der Börse Frankfurt in Höhe von 64,40 Euro. Verglichen mit dem Kurs von Ende Juli beträgt der Aufschlag sogar 20 Prozent. Kurz nach diesem Vergleichszeitpunkt berichtete Bloomberg über Übernahmegespräche zwischen Schneider Electric und Shelly.
Die größten Shelly-Aktionäre stehen hinter dem Vorhaben. Die Mitgründer Dimitar Stoyanov Dimitrov und Svetlin Iliev Todorov halten zusammen 57 Prozent der Anteile. Beide unterstützen die Übernahme, so Schneider. Die Shelly-Aktie wird in Frankfurt und Sofia gehandelt.
Das Unternehmen verkauft unter anderem intelligente Steckdosen, Sensoren und smarte Beleuchtung. Diese Geräte gehören zum Internet der Dinge und helfen dabei, Abläufe im Haushalt zu automatisieren. Schneider Electric möchte sein Geschäft mit Smart-Home-Technik ausbauen. Mit EcoStruxure betreibt der Konzern bereits eine Plattform für vernetzte Technik, die an rund 480.000 Standorten eingesetzt wird, beispielsweise im Gesundheitswesen, im Einzelhandel und in der Freizeitbranche.
Am späten Donnerstagvormittag notiert die Shelly-Aktie an der Börse Frankfurt mit rund 4,5 Prozent im Plus. Ein Anteilsschein kostet derzeit 66,90 Euro. Die Schneider-Electronic-Aktie notiert ebenfalls leicht im Plus bei 294,95 Euro je Anteilsschein (Stand: 11:07 Uhr MESZ).
Autor: Ferdinand Hammer, wallstreetONLINE Redaktion

