Großauftrag aus den USA
Warum 2028 für 2G Energy zum Rekordjahr werden könnte
Ein 275-Megawatt-Auftrag für KI-Rechenzentren in den USA sichert 2G Energy die Auslastung bis weit ins Jahr 2028. Berenberg sieht die eigene Wachstumsthese bestätigt und traut der Aktie knapp 40 Prozent Kurspotenzial zu.
- 275-Megawatt-Auftrag sichert Auslastung bis 2028
- KI-Rechenzentren bringen planbare Serviceerlöse
- Berenberg erwartet 44 Prozent Umsatzwachstum 2028
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Die Auftragsbücher von 2G Energy füllen sich weiter. Der Spezialist für Blockheizkraftwerke und Gasgeneratoren liefert Energy Vault Holdings containerisierte Stromerzeugungsanlagen mit einer Leistung von 275 Megawatt.
Die Systeme sollen die Energieversorgung von KI-Rechenzentren in den USA absichern und zwischen dem vierten Quartal 2027 und dem dritten Quartal 2028 ausgeliefert werden. Berenberg taxiert das Volumen auf rund 220 Millionen Euro.
Die Aktie von 2G Energy war nach den News am Mittwoch schon um 10 Prozent angestiegen, am Donnerstag werden die Gewinne teilweise abverkauft und die Aktie gibt mehr als 5 Prozent nach. Innerhalb von 12 Monaten hat sich der Aktienkurs damit knapp verdoppelt.
Spannend ist die Rolle der Anlagen. Sie arbeiten im Verbund mit Batteriespeichern und fangen die stark schwankende Last ab, die KI-Rechner verursachen. 2G liefert damit mehr als einen Umweg um überlastete Stromnetze: Die Aggregate stehen direkt auf dem Gelände der Betreiber und stellen dort jederzeit abrufbare Leistung bereit.
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Hinzu kommt ein Servicevertrag über die Lebensdauer, der üblicherweise zehn Jahre läuft. Analyst Robert-Jan van der Horst rechnet ab 2029 mit jährlichen Gebühren von 20 bis 25 Millionen Euro, die gut planbar und sehr profitabel sein dürften.
Auch zeitlich passt der Deal. Allein aus Rechenzentrumsprojekten dürfte der Auftragsbestand inzwischen über 700 Megawatt liegen. Die bisherige Jahreskapazität von 300 bis 400 Megawatt war schon im vergangenen Jahr gut ausgelastet, ganz ohne Rechenzentrumsgeschäft. Bis Ende 2027 kommen weitere 750 Megawatt hinzu, rechtzeitig zur neuen Order. Die Gefahr, dass die zusätzlichen Kapazitäten 2028 brachliegen, sinkt damit deutlich.
An seinen Prognosen ändert Berenberg nichts, denn für das zweite Halbjahr hatte die Bank ohnehin Aufträge aus dem Rechenzentrumsumfeld über 350 Millionen Euro eingeplant. Für 2028 erwartet sie ein Umsatzplus von 44 Prozent auf gut 891 Millionen Euro. Damit liegt sie rund 16 Prozent über dem Marktkonsens, der aus ihrer Sicht weiter nachziehen dürfte.
Autor: Julian Schick, wallstreetONLINE Redaktion
Die 2G ENERGY Aktie wird zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Nachricht mit einem Minus von -4,89 % und einem Kurs von 62,30EUR auf Tradegate (24. September 2026, 11:05 Uhr) gehandelt.
