Persönlicher KI-Agent
Metas Muse beliebteste App: DIESE Unternehmen profitieren jetzt
Muse, mit dem Nutzer Aufgaben wie Einkaufen, Reisebuchungen und Formularausfüllen an einen KI-Agenten delegieren können, hat ChatGPT als beliebteste kostenlose App in den USA überholt.
- Muse überholt ChatGPT mit 2,8 Millionen Downloads
- Branchenaktien geraten durch Preisvergleich unter Druck
- Meta gewinnt dank erwarteter Milliardenumsätze
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Die App verzeichnete innerhalb von zwei Wochen nach ihrem Start 2,8 Millionen Downloads und erreichte in den ersten 10 Tagen ein durchschnittliches tägliches Downloadwachstum von 55 Prozent, wie das US-Marktforschungsunternehmen Sensor Tower mitteilte.
Investoren befürchteten, dass Metas Größe Muse in ein leistungsstarkes Preisvergleichstool verwandeln könnte, das es den Verbrauchern ermöglicht, leichter kostengünstigere Alternativen zu finden und die Loyalität zu schwächen, die die Nutzer oft an etablierte Anbieter bindet.
Die Entwicklung wirkte sich diese Woche auf mehrere Sektoren aus. Zusätzlich stellte Mark Zuckerberg Muse Charm vor: eine Art KI-Tamagotchi und die technische und haptische Schnittstelle zu Muse. Laut Meta ist Muse Charm ein "Holdable" (zum Festhalten), eine Art Schlüsselanhänger.
Nervosität in allen Branchen
Finanzwerte standen besonders stark unter Druck: Hintergrund ist die Sorge, dass der neue KI-Agent Nutzer dazu bringen könnte, gezielt nach günstigeren Versicherungsangeboten zu suchen und ihre Policen zu wechseln.
Bei den Großbanken verloren JPMorgan und Wells Fargo ebenso wie die Broker-Aktie Charles Schwab im Wochenverlauf bislang jeweils mehr als 3 Prozent. Schwab gab am Mittwoch zeitweise fast 5 Prozent nach. Bei den Versicherern büßten Marsh 2,4 Prozent und Arthur J. Gallagher 4,6 Prozent ein.
Anteilsscheine von Reise-Webseiten wie TripAdvisor oder Booking Holdings, haben diese Woche über 6 Prozent an Wert verloren.
Zu den weiteren Verlierern gehörten Fahrdienstvermittler wie Uber und Lyft und dem Online-Lebensmittelmarktplatz DoorDash. Die Befürchtung: Meta baut ein riesiges Connector-Netzwerk auf, das dann Apps wie Uber überflüssig macht, da man über Muse die Fahrt oder das Essen bestellt.
Die bisherigen Gewinner
Die Aktien von Meta sind diese Woche um rund 13 Prozent gestiegen und steuern auf die fünfte Woche in Folge mit Kursgewinnen zu.
Die Gewinne wurden durch die Erwartung befeuert, dass die auf den Massenmarkt ausgerichtete App zusätzliche jährliche Einnahmen generieren könnte. Experten schätzen, dass die App bis zum Geschäftsjahr 2030 mindestens 28,5 Milliarden US-Dollar einspielen könnte.
Auch die Aktien von Shopify sind diese Woche um rund 11 Prozent gestiegen, nachdem das Unternehmen angekündigt hatte, Muse für die Zahlungsabwicklung einzusetzen.
PayPal konnte leicht zulegen. Das Unternehmen soll die Zahlungen abwickeln, wenn Nutzer über den KI-Agenten Produkte entdecken und Käufe direkt abschließen.
Wann der Dienst von Muse und das Muse Charm nach Deutschland kommen, ist noch nicht bekannt.
Autor: Krischan Orth, wallstreetONLINE Redaktion

