Zinswende als Börsenchance
Trotz Fed-Hammer: Diese Aktien könnten jetzt die Gewinner sein
Die US-Notenbank hat die Zinsen erneut erhöht. Die Bank of America sieht deshalb vor allem bei Qualitäts- und Value-Aktien Chancen.
- Fed erhöht Zinsen, Qualitätsaktien im Vorteil
- Bank of America erwartet längerfristig hohe Zinsen
- Madison Square Garden, First Bancorp und Peloton
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Die US-Notenbank hat die Zinswende wieder aufgenommen. Für Anleger könnte das eine Anpassung der bisherigen Strategie bedeuten. Die Bank of America erwartet ein Umfeld mit längerfristig höheren Zinsen und sieht darin zugleich Chancen für bestimmte Aktien.
Die Federal Reserve erhöhte ihren Leitzins zuletzt um 25 Basispunkte auf eine Spanne von 3,75 bis 4 Prozent. Es war die erste Zinserhöhung seit mehr als drei Jahren. Die Bank of America rechnet laut eigener Einschätzung mit zwei weiteren Schritten um jeweils 25 Basispunkte in diesem Jahr.
Gleichzeitig steigen die langfristigen Renditen deutlich. Die Rendite der 10-jährigen US-Staatsanleihe kletterte am vergangenen Mittwoch um mehr als 14 Basispunkte auf 5,116 Prozent. Am Donnerstag stieg sie weiter und schloss bei rund 5,18 Prozent. Neben der Aussicht auf weitere Zinsschritte treiben auch hohe Ölpreise und eine robuste Konjunktur die Renditen.
Qualität und Value im Fokus
Steigende Anleiherenditen erhöhen den Druck auf Aktien. Für Anleger werden Anleihen bei höheren Zinsen attraktiver. Bank of America sieht während Zinserhöhungszyklen jedoch vor allem Qualitäts- und Value-Aktien im Vorteil.
Qualitätswerte zeichnen sich unter anderem durch solide Bilanzen und stabile Cashflows aus. Value-Aktien sind dagegen vergleichsweise günstig bewertet oder derzeit weniger gefragt. Qualitätsaktien dürften "angesichts der Wahrscheinlichkeit weiterer Zinserhöhungen durch die Fed weiterhin eine Vorreiterrolle spielen", schreibt die Bank. Bei Value-Titeln könnte zudem das Gewinnwachstum für zusätzlichen Schwung sorgen.
Für seine Auswahl untersuchte die Bank of America Aktien aus dem Russell 2000. Dazu gehören unter anderem Madison Square Garden Entertainment, Peloton und First Bancorp. Die Unternehmen hätten in der Vergangenheit trotz des Zinsdrucks solide Umsätze, Gewinne und Cashflows erzielt.
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Diese Titel fallen auf
Madison Square Garden Entertainment gilt laut der Bank of America wegen seiner hohen Cashflow-Rendite als interessant. Die Aktie liegt seit Jahresbeginn mehr als 45 Prozent im Plus. Analysten bewerten den Titel mit "Kaufen".
Auch First Bancorp könnte von höheren Zinsen profitieren. Banken können bei steigenden Zinsen grundsätzlich höhere Erträge auf Kredite erzielen. Die Aktie des Instituts aus Puerto Rico hat seit Jahresbeginn rund 30 Prozent zugelegt.
Bei Peloton verweist die Bank of America vor allem auf den starken freien Cashflow und die Kapitalrendite. Das Unternehmen steckt zugleich mitten in einem Turnaround. Zuletzt stellte Peloton neue Laufbänder, einen KI-gestützten persönlichen Trainingsassistenten und neue Vertriebskanäle vor. Die Aktie liegt 2026 allerdings mehr als 20 Prozent im Minus.
Autorin: Saskia Reh, wallstreetONLINE Redaktion

