Aktie im Sturzflug
Oracle-Aktie crasht: Geht dem Konzern das Geld aus?
Können die Tech-Unternehmen die gigantischen Summen finanzieren, die sie für die neue Technik aufbringen müssen? Oracle hat darauf eine ganz eigene Antwort geliefert – und die Aktie crasht.
- Oracle baut riesiges Rechenzentrum für OpenAI
- Stromprobleme gefährden Zeitplan und treiben Kosten
- Oracle meldet höhere Gewalt und Aktie stürzt ab
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Oracle will ein riesiges Rechenzentrum in New Mexico bis 2028 bauen, das vor allen Dingen Open AI Rechenleistung zur Verfügung stellen soll. Es geht um das US-Vorzeige-Projekt "Jupiter". Doch jetzt bahnen sich Probleme an und die Kosten drohen aus dem Ruder zu laufen. Oracle zieht jetz die Notbremse und die Aktie crasht zum US-Börsenstart.
Der Knackpunkt ist die Stromversorgung: Für das Rechenzentrum wird sehr viel Energie benötigt. Eine dafür geplante Gas-Pipeline hat aber mit Genehmigungsproblemen und Widerstand zu kämpfen. Dadurch könnte sich das Projekt verteuern oder verzögern.
Oracle beruft sich deshalb jetzt auf "Force Majeure" (höhere Gewalt). Einfach gesagt: Das Unternehmen will sich gegen zusätzliche Kosten und Verzögerungen absichern, die durch Umstände entstehen, die es nach eigener Darstellung nicht kontrollieren kann.
Um sich nun vor potenziellen Kostensteigerungen zu schützen, sendet das Unternehmen eine Mitteilung über höhere Gewalt an den Projektentwickler Blue Owl, wie Bloomberg zuerst am Donnerstag berichtete.
Oracle zieht offenbar nicht die Reißleine, sondern versucht, den Geldhahn zu drosseln: Sollte das Rechenzentrum nicht wie geplant 2028 ans Netz gehen, will der Konzern mutmaßlich Zahlungen verzögern oder aussetzen.
Unternehmen berufen sich üblicherweise auf höhere Gewalt, um sich von vertraglichen Verpflichtungen zu befreien, wenn Probleme auftreten, die außerhalb ihrer Kontrolle liegen.
Nach dem Bericht crashte die Aktie von Oracle: mit über 6 Prozent Verlust startete sie in den US-Handel.
Autor: Krischan Orth, wallstreetONLINE Redaktion

