Dieselvorräte am Limit
USA liefert kein Diesel mehr: Brent bleibt bei über 100 Dollar!
Der Brent-Rohölpreis stieg in einem volatilen Handel wieder über 100 US-Dollar pro Barrel und beendete damit fünf Tage andauernde Kursverluste.
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Die europäischen Dieselpreise legten am Mittwoch deutlich zu, nachdem US-Präsident Donald Trump angekündigt hatte, sich für ein Exportverbot von Dieselkraftstoff aus den USA einzusetzen. Die Nachricht über einen möglichen US-Exportstopp ließ den Preis für Brent wieder über die Marke von 100 US-Dollar klettern.
Die USA haben sich zu einem wichtigen Diesellieferanten entwickelt, da die Weltwirtschft mit einem Einbruch der Lieferungen aus dem Nahen Osten und Russland zu kämpfen hat.
Die Sorgen über die Folgen eines möglichen Stopps der US-Lieferungen überschatteten den Optimismus hinsichtlich einer Erholung der saudischen Rohölexporte. Saudi-Arabien hatte am Dienstag angekündigt, die Ost-West-Pipeline wieder in Gang zu setzen.
Sollte es zu einem US-Exportverbot kommen, droht dies die Märkte in Europa und anderen Regionen unter Druck zu setzen. Die Diesel-Exporte der USA erreichten im letzten Monat einen wöchentlichen Rekordwert von fast 2 Millionen Barrel pro Tag.
Laut der US-Energieinformationsbehörde (EIA) sanken zugleich die gesamten Dieselvorräte in den USA bis zum 11. September auf 107,9 Millionen Barrel. Dies ist der niedrigste Wert für diese Jahreszeit seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1982.
Die europäischen Dieselvorräte sind ebenfalls niedrig. Laut den neuesten Daten von Insights Global lagen die Lagerbestände im Logistikzentrum Amsterdam-Rotterdam-Antwerpen im Juli 16 Prozent unter dem Fünfjahresdurchschnitt.
Der Diesel pro Galone ist in den USA mit durchschnittlich 6,53 US-Dollar auf Rekordniveau. Auch hierzulande sind die Spritpreise weiter auf hohem Niveau.
Autor: Krischan Orth, wallstreetONLINE Redaktion

