Belasten den Aktienmarkt
Pulverfass Staatsschulden: Anleiherenditen explodieren!
Die Renditen von US-Staatsanleihen sind am Donnerstag auf ein seit Jahren nicht mehr gesehenes Niveau gestiegen.
- US-Renditen steigen auf langjährige Höchststände
- Starke Konjunktur und Inflation treiben die Zinsen
- Nahostlösung und Rückkäufe könnten Renditen bremsen
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Die Kombination aus starken Wirtschaftsdaten, höheren Ölpreisen und hartnäckiger Inflation hat die Anleger dazu veranlasst, weitere Zinserhöhungen der US-Notenbank (Fed) einzupreisen.
Die Rendite 10-jähriger US-Staatsanleihen erreichte am Donnerstag einen Höchststand von 5,15 Prozent, ein Niveau, das seit 2007 nicht mehr erreicht wurde. Am Mittwoch legte der Bond mehr als 15 Basispunkte zu, das ist der größte Tagesanstieg seit April 2025.
Die Rendite 30-jähriger US-Anleihen erreichte 5,442 Prozent, den höchsten Wert seit 2004. Die Rendite zweijähriger Anleihen stieg am Mittwoch um bis zu 4,947 Prozent, ein Niveau, das wurde zuletzt 2023 erreicht.
Diese starken Kursbewegungen haben die Aktienkurse am Donnerstag belastet. Der Nasdaq Composite Index gab am Mittwoch um 1 Prozent nach. Auch im Handel am Donnerstag startete der Index mit Verlusten von rund 0,5 Prozent.
Was könnte also den Renditeanstieg bremsen? Der langjährige Anlagestratege Ed Yardeni nannte zwei Auslöser.
"Eine Erholung der Anleihekurse würde wahrscheinlich eine Lösung des Nahostkonflikts voraussetzen, die zu niedrigeren Ölpreisen führen würde. Eine weitere Möglichkeit wäre, dass US-Finanzminister Scott Bessent Maßnahmen ergreift, um die Anleiherenditen durch den Rückkauf weiterer Staatsanleihen und die Ausgabe zusätzlicher Schatzanweisungen zu senken", schreibt der Präsident von Yardeni Research am Mittwoch.
Das US-Finanzministerium wird am Donnerstag einen weiteren Anleihenrückkauf im Wert von 6 Milliarden Dollar durchführen. Die bisherigen Maßnahmen konnten den Anleihenmarkt, an dem täglich durchschnittlich 1,2 Billionen Dollar an US-Staatsanleihen den Besitzer wechseln, jedoch nicht nachhaltig stützen.
Yardeni erklärte jedoch, dass die Renditen am Mittwoch vor allem deshalb gestiegen seien, weil neue Daten von S&P Global auf einen Boom der US-Wirtschaft hindeuteten. Die Renditen würden also aus einem positiven Grund steigen.
Autor: Krischan Orth, wallstreetONLINE Redaktion


