Nebenwerte
Energiekrise beflügelt E-Mobilität – Kupfer im Fokus mit BYD, Arctic Minerals, VW, Stellantis und Argentina Metals
Der Energiekrise schüttelt Europa kräftig durch und treibt Autofahrer wie Hersteller in Scharen in die Arme der E-Mobilität. Diesel ist besonders betroffen und kostet mittlerweile rund 10 % mehr wie Super E5. Durch das schwindende Vertrauen in die klassischen Verbrenner schaltet die Automobilindustrie längst auf E-Höchstgeschwindigkeit. Doch während die Produktionsbänder für die neue Fahrzeuggeneration anlaufen, blickt die Wirtschaft nervös auf die Rohstoffmärkte: Ohne Kupfer steht jedes E-Auto still! Ausgerechnet eine massive Energiekrise wirkt hier als gefährlicher Brandbeschleuniger und treibt die Förder- und Verarbeitungskosten für das rote Metall in schwindelerregende Höhen. Die daraus resultierende Preislage setzt der europäischen Wirtschaft massiv zu und verursacht laut Ökonomen bereits jetzt Milliardenschäden durch Lieferengpässe und Produktionsstopps. Die begleitende Inflation wird dabei zur schmerzhaften Erfahrung junger Generationen. Denn in den heimischen Fabriken geht es um Arbeitsplatzabbau und die höchsten Beschaffungskosten seit der Ölkrise der 70iger Jahre. In dieser Gemengelage drängt die globale Konkurrenz mit autarken Lieferketten und staatlicher Rückendeckung aggressiv auf den überregulierten EU-Markt und kann auch noch kostenseitig trumpfen. Ein schärferer Blick auf die Realität des deutschen Standorts inmitten eines strauchelnden Europas ist gefragt. Für agile Anleger tut zeichnet sich ein perfektes Szenario.
Energiekrise und Kupfermangel – Wie bekommt die EU die Kuh vom Eis?
Die europäische Wirtschaft steht am Scheideweg, da die fatale Kombination aus anhaltenden Energieengpässen und einer drohenden Kupferknappheit das Fundament der Mobilitätswende massiv erschüttert. Um den aufkommenden wirtschaftlichen Milliardenschaden abzuwenden und die sprichwörtliche Kuh vom Eis zu bekommen, greift Brüssel nun zu drastischen regulatorischen Hebeln. Im Zentrum der Rettungsstrategie steht der European Critical Raw Materials Act (CRMA), welcher Kupfer offiziell als strategischen Schlüsselrohstoff einstuft und ehrgeizige Unabhängigkeitsziele vorschreibt. Bis zum Ende des Jahrzehnts sollen mindestens zehn Prozent des europäischen Kupferbedarfs aus heimischem Abbau stammen, während die Recyclingquote drastisch auf ein Viertel hochgeschraubt werden muss. Dazu pumpt die EU-Kommission über spezialisierte RESourceEU-Programme und den EU-Fonds Milliarden in strategische Bergbau- und Raffinerieprojekte direkt vor der eigenen Haustür.

