Wichtige Meerenge erobert
Eskaliert jetzt der Ölpreis? Huthis verstärken Angriffe auf Saudi-Arabien
Die Militärchefs Saudi-Arabiens, der Türkei und Pakistans treffen sich, um einen Verteidigungspakt gegen die Huthis im Jemen zu schließen. Unterdessen haben die Rebellen strategisch wichtige Punkte erobert.
- Saudi-Arabien, Türkei und Pakistan planen Pakt
- Huthis kontrollieren nun die gesamte Rotmeerküste
- Iran versucht, sich von den Huthis zu distanzieren
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Die Huthis greifen die von Saudi-Arabien unterstützte Regierung im Jemen an und haben wiederholt Ziele in Saudi-Arabien beschossen. Die Angriffe beeinträchtigten zeitweise die Ölexporte des weltgrößten Energieexporteurs.
Die Huthis gaben an, am Donnerstag Dutzende von Raketen und Drohnen auf saudische Ziele abgefeuert zu haben. Die Behörden in Saudi-Arabien teilten mit, sechs von Huthis abgefeuerte ballistische Raketen abgefangen zu haben.
Die Rebellen haben in den vergangenen Wochen einen großen Teil der jemenitischen Rotmeerküste erobert. Sie kontrollieren damit faktisch die gesamte jeminitische Rotmeerküste.
Die Insel Perim ist dabei der strategisch wichtigste Punkt. Sie bildet das Nadelöhr der Meerenge Bab al-Mandab. Hier gehen Schiffe durch, die durch die alternative Ost-West-Route Saudi-Arabiens beladen worden sind. Perim ist das Pendant zur Straße von Hormus im Westen Sausi-Arabiens. Von der Insel aus können verstärkt Angriffe auf den Schiffverkehr erfolgen.
Am Rande der UN-Vollversammlung am Donnerstag trafen sich die Außenminister Saudi-Arabiens, Pakistans und der Türkei.
Iran versucht sich von Huthis zu distanzieren
Der Iran versucht angesichts der Allianz, sich von en Huthis zu distanzieren. "Die Huthis sind für ihre eigenen Taten verantwortlich", sagte Pezeshkian einen Tag nach seinem Auftritt vor der UN-Generalversammlung in New York gegenüber Fox News.
Das türkische Verteidigungsministerium teilte mit, dass Generalstabschef General Selcuk Bayraktaroglu am Freitag nach Saudi-Arabien reisen werde, um seine saudischen und pakistanischen Amtskollegen zu treffen.
An den Märkten überwiegt im frühen Handel am Freitag die Hoffnung auf einen Waffenstillstand zwischen den USA und Iran: Der Rohölpreis für Brent gibt nach und bewegt sich unter der Marke von 100 US-Dollar je Barrel.
Autor: Krischan Orth, wallstreetONLINE Redaktion


