Woods Weltraum-Wette
Nicht SpaceX: Bei dieser Weltraum-Aktie stockt Cathie Wood jetzt kräftig auf
Cathie Wood kauft für rund 25 Millionen US-Dollar Aktien eines SpaceX-Rivalen. Welche Rolle spielen die Iridium-Übernahme und die Neutron-Rakete? Die Hintergründe.
Cathie Wood kauft bei Rocket Lab weiter zu. Ihre ARK-Fonds erwarben am Dienstag insgesamt 359.612 Aktien des Raumfahrtunternehmens für rund 25,1 Millionen US-Dollar. Das geht aus den offengelegten Transaktionen hervor, wie YahooFinance berichet.
Die Käufe verteilen sich auf drei ihrer wichtigsten börsengehandelten Fonds: den ARK Innovation ETF (ARKK), den Autonomous Technology & Robotics ETF (ARKQ) und den Space Exploration & Innovation ETF (ARKX). Bereits im August und Anfang September hatte ARK in mehreren Tranchen Rocket-Lab-Papiere für zweistellige Millionenbeträge gekauft.
Gleichzeitig verkaufte ARK Alphabet-Aktien für rund 5,8 Millionen US-Dollar. Was hinter den Käufen und Verkäufen steckt, verraten die Handelsmeldungen jedoch nicht.
Rocket Lab ist ein börsennotierter Konkurrent von Elon Musks SpaceX. Seine Electron-Rakete bringt vor allem kleinere Satelliten ins All. Am 19. September beförderte sie einen Erdbeobachtungssatelliten des japanischen Kunden Synspective. Laut Rocket Lab war es der 96. Electron-Flug und der 17. Start in diesem Jahr. Die größere, wiederverwendbare Neutron-Rakete soll dem Unternehmen neue Aufträge erschließen. Ihr erster Flug steht noch aus.
Woods Zukauf fällt in eine entscheidende Phase: Rocket Lab will den Satellitenbetreiber Iridium für rund acht Milliarden US-Dollar übernehmen. So käme das Unternehmen an ein globales Kommunikationsnetz und dessen Kunden. Dies würde Rocket Lab über das Geschäft mit Raketenstarts und Satellitentechnik hinausbringen. Am Donnerstag stimmten 99,6 Prozent der Iridium-Aktionäre für den Deal. Der Abschluss wird für Mitte 2027 erwartet und hängt noch von behördlichen Genehmigungen ab.
Die Expansion hat ihren Preis. Zur Finanzierung des Barkaufpreises gab Rocket Lab 29,3 Millionen neue Aktien aus und nahm damit brutto rund 1,94 Milliarden US-Dollar ein. Für bestehende Aktionäre bedeutet die Ausgabe neuer Papiere eine Verwässerung. Operativ wächst der Konzern: Im zweiten Quartal stieg der Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 62 Prozent auf 234 Millionen US-Dollar. Ob die Weltraum-Wette aufgeht, hängt nun auch davon ab, wann Neutron tatsächlich startet und ob Rocket Lab den Iridium-Kauf erfolgreich abschließt.
Autor: Ferdinand Hammer, wallstreetONLINE Redaktion

