Trump & Xi in Washington
Nothing Burger Xi-Besuch: Harte Kritik aus eigenen Reihen
US-Präsident Donald Trump empfing am Donnerstag den chinesischen Präsidenten Xi Jinping im Weißen Haus. Besonderen Gegenwind erfährt Trump dafür aus den eigenen Reihen.
- Trump empfängt Xi im Weißen Haus zu Gesprächen
- Handelsabkommen wird um zwei Monate verlängert
- Republikaner kritisieren den pompösen Empfang
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Im Mittelpunkt des pompösen Staatsbesuchs standen Gespräche über Handel, künstliche Intelligenz und die wachsende strategische Rivalität zwischen den beiden Ländern.
Zölle & Handelsabkommen
US-Finanzminister Scott Bessent erklärte, beide Seiten hätten sich auf eine zweimonatige Verlängerung des Handelsabkommens geeinigt, das ursprünglich im November ausgelaufen wäre. Die Verlängerung gebe Washington und Peking "mehr Zeit, um zu prüfen, was wir im Wirtschaftsbereich tun können", sagte er.
Bessent erklärte am Mittwoch, Peking erfülle zwar seine Verpflichtung aus dem früheren Abkommen zum Kauf von 25 Millionen Tonnen Sojabohnen, hinke aber bei der Zusage zum Kauf anderer Agrarprodukte im Wert von 17 Milliarden US-Dollar hinterher.
Rivalität beider Länder
Xi berief sich, nicht zum ersten Mal bei einem Treffen mit Trump, auf die "Thukydides-Falle", eine akademische Theorie, nach der der Wettbewerb zwischen einer aufstrebenden und einer etablierten Macht tendenziell in einen Krieg mündet.
Xi argumentierte, dass beide Nationen von einer Zusammenarbeit profitieren und bei einer Konfrontation verlieren würden, und forderte einen regelmäßigen militärischen Dialog sowie stärkere Krisenpräventionsmechanismen.
Trump seinerseits betonte anhand der gemeinsamen Geschichte beider Nationen das Kooperationspotenzial. Sie könnten viel erreichen, indem sie gemeinsame Interessen verfolgten, sagte er und erinnerte an ihr Kriegsbündnis gegen Japan.
Künstliche Intelligenz
Trump, der KI als Superintelligenz (SI) bezeichnet hat, erklärte in einem Social-Media-Beitrag, er wolle "alles so lassen, wie es ist" und sich auf das US-Justizministerium verlassen, anstatt neue Richtlinien einzuführen. Er betonte, China vertrete dieselbe Position.
Xi sagte jedoch am Donnerstag, dass China und die USA als führende Nationen im Bereich der KI deren Wachstum steuern müssten.
Harter Gegenwind aus eigenen Reihen
Von politischer Seite in den USA wurde der glamoröse Empfang stark kritisiert, besonders aus den Reihen der Republikaner.
Senatorin Joni Ernst aus Iowa sagte, sie fühle sich mit dem Pomp unwohl, hoffe aber, dass etwas Positives für die Landwirte dabei herauskomme, die unter Trumps Zollpolitik gelitten hätten.
Senator Thom Tillis aus North Carolina meint, die Veranstaltung mit dem roten Teppich habe die Kampagnenbotschaft der Republikaner untergraben, die Demokraten als Kommunisten brandmarken wollten.
Der kanadische Publizist Rudyard Griffiths bezeichnete das Treffen als "Nothing Burger": einen Gipfel mit wenig konkreten Ergebnissen.
Autor: Krischan Orth, wallstreetONLINE Redaktion


