Anleger wegen Gold besorgt
Goldpreis-Prognose: Lösen die PCE-Daten am 30. September ein großes Beben aus?
Bahnen sich für Gold dramatische Handelstage an? Das angeschlagene Edelmetall stolpert der Veröffentlichung der eminent wichtigen PCE-Daten entgegen. Ist die Goldpreisrallye 2026 noch zu retten?
- Hohe Renditen und starker Dollar belasten Gold
- Die anstehenden PCE-Daten könnten Gold stark bewegen
- Gold-ETF-Anleger warten vor wichtigen Daten ab
- Report: KI-Euphorie kippt - Bei diesen 5 Aktien droht der Crash!
Aktuelle Goldpreisentwicklung: Anleiherenditen und starker US-Dollar belasten Gold
Die jüngste Entwicklung am Anleihemarkt als für Gold belastend zu bezeichnen, ist noch überaus wohlwollend formuliert. So sind die Renditen der 10-jährigen US-Staatsanleihen im Wochenverlauf auf über 5,2 Prozent eskaliert. Die leichte Entspannung am Freitag sollte man noch nicht überbewerten. Solange die Ölpreise nicht deutlich zurückkommen, dürften die Anleiherenditen hoch bleiben. Die hohen Renditen stützen den US-Dollar, sodass der Goldpreis derzeit auch von dieser Seite unter Druck steht. Der US-Dollar-Index überwand zuletzt die Marke von 100 Punkten und manifestierte diesen Ausbruch.
Nicht nur Gold und Silber ächzen unter den hohen Anleiherenditen. Auch Aktienindizes wie DAX, Dow Jones Industrial & Co. stöhnen unter der Last der Renditen. Abseits des medialen Fokus hat sich indes Zink zu einer atemberaubenden Rallye aufgeschwungen. Nicht minder spannend und aussichtsreich ist die Situation bei Kupfer. Der Kupferpreis setzt gegenwärtig den zentralen Widerstandsbereich unter Druck. Ein erfolgreicher Ausbruch des Industriemetalls scheint nur eine Frage der Zeit zu sein.
Gold bangt – PCE-Daten werfen Schatten voraus
Der September könnte mit einem Paukenschlag enden. Am Mittwoch werden in den USA die frischen PCE-Daten veröffentlicht. Für die US-Notenbank hat insbesondere die Kernrate eine große Bedeutung. Sie wird von den Währungshütern als primärer Inflationsindikator betrachtet. Doch nicht nur die PCE-Daten könnten Gold bewegen. Am Mittwoch werden weitere wichtige Daten – unter anderem zum US-BIP – erwartet.
→ Aktion entdecken
Gold-ETF-Investoren warten ab
Die Bestandsentwicklung des weltgrößten physisch besicherten Gold-ETFs, des SPDR Gold Shares, dient uns als rudimentärer Indikator, um die Befindlichkeiten im Goldsektor zu erfassen. Zum Zeitpunkt der letzten Gold-Kommentierung waren Zuflüsse in den SPDR Gold Shares zu beobachten. Dieser Trend pausierte in den letzten Tagen. Stattdessen gab es kaum Bewegung in den Beständen. Gold-Investoren warten im Vorfeld der wichtigen Daten offenkundig ab.
Fazit – Lösen die PCE-Daten ein Goldbeben aus?
Vor dem Hintergrund der angespannten Situation am Goldmarkt kommt den PCE-Daten eine enorme Bedeutung zu. So ist auch nicht auszuschließen, dass unerwartet hohe Inflationsdaten den Goldpreis auf die Bretter schicken. Hingegen könnte eine deutliche Abkühlung den Knoten lösen und Gold eine Erholungsrallye ermöglichen. Aus charttechnischer Sicht liegen wichtige Unterstützungen bei 4.200 US-Dollar und 4.000 / 3.950 US-Dollar. Als Widerstand fungiert unter anderem der Preisbereich um 4.500 US-Dollar. Sollte dieser Widerstand überwunden werden, könnte sich für Gold die Tür in Richtung 4.800 US-Dollar oder 5.000 US-Dollar öffnen.
Die letzte Gold-Kommentierung an dieser Stelle endete „[…] Unterm Strich bleibt es dabei – die nach wie vor exzellenten Perspektiven für Gold machen Goldminenaktien wie Barrick Minning, Newmont Corp., Agnico Eagle Mines oder auch Kinross Gold unverändert zu interessanten Alternativen zu hochbewerten Tech-Werten, wie Palantir etc.“ Dem ist auch heute nichts hinzuzufügen.
Autor: Marcel Torney, freier Redakteur, Rohstoffexperte
Sie wollen keine Chancen verpassen und bei den aktuellen Edelmetall- und Rohstofftrends auf dem Laufenden bleiben? Dann abonnieren Sie jetzt unseren kostenlosen Newsletter.

