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    Euro unter Druck: Zinsfantasie und Ölpreise treiben den Dollar an

    Euro unter Druck: Zinsfantasie und Ölpreise treiben den Dollar an

    **Euro unter Druck: US-Dollar profitiert von Zinsfantasie und hohen Ölpreisen**

    Der Euro hat sich zum Wochenausklang gegenüber dem US-Dollar stabilisiert, zuvor jedoch deutlich an Boden verloren. Am Freitag kostete die Gemeinschaftswährung im frühen Handel 1,1376 US-Dollar und notierte damit nahezu unverändert zum Vorabend. Im US-Handel hielt der Euro später seinen moderaten Anstieg und wurde zuletzt bei 1,1401 Dollar gehandelt. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,1403 Dollar fest, nach 1,1367 Dollar am Donnerstag. Der Dollar kostete damit 0,8769 Euro.

    Auf Wochensicht blieb die Bilanz für die europäische Währung dennoch klar negativ. Zum Wochenbeginn war der Euro noch mit 1,1480 Dollar gehandelt worden. Zwischenzeitlich fiel er bis auf rund 1,1369 Dollar und erreichte damit den tiefsten Stand seit Ende Juli. Der Rückgang wurde vor allem durch die anhaltende Stärke des US-Dollar ausgelöst.

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    Am Devisenmarkt verstärkten sich zuletzt die Erwartungen, dass die US-Notenbank ihren geldpolitischen Straffungskurs fortsetzen könnte. Die Fed hatte die Leitzinsen bereits in der Vorwoche angehoben. Ausschlaggebend für die neuen Zinsspekulationen waren vor allem überraschend robuste US-Konjunkturdaten. Sie signalisierten eine widerstandsfähige Wirtschaft und erhöhten damit den Spielraum der Notenbank für weitere Zinsschritte. Höhere US-Zinsen machen Anlagen in Dollar attraktiver und stützen üblicherweise die amerikanische Währung.

    Zusätzlichen Rückenwind erhielt der Dollar vom erneuten Anstieg der Ölpreise. Die höheren Energiekosten schüren Inflationssorgen und verstärken dadurch die Erwartung, dass sowohl die Fed als auch die EZB ihre Geldpolitik weiter straffen könnten. Nach Einschätzung der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) haben solide Konjunkturindikatoren und das weiterhin hohe Energiepreisniveau die Zinserhöhungserwartungen auf beiden Seiten des Atlantiks zuletzt erhöht.

    Die Commerzbank-Analysten sehen insbesondere den Dollar in den kommenden Wochen im Vorteil. Die starke wirtschaftliche Entwicklung in den USA spreche weiterhin für die US-Währung. Sollte eine verbale Intervention der Fed ausbleiben, könnten die Erwartungen an weitere Zinserhöhungen weiter zunehmen und dem Dollar zusätzlichen Auftrieb verleihen.

    Neben den geldpolitischen Faktoren belasteten auch europäische Risiken den Euro. Die Helaba verwies auf Sorgen über den gestiegenen Renditeaufschlag französischer Staatsanleihen. Zudem sei die technische Situation angespannt: Wichtige Unterstützungsmarken seien gebrochen, gängige Indikatoren signalisierten Verkauf. Der Markt richtete den Blick zum Wochenschluss auf den Ifo-Geschäftsklimaindex für September. Weitere wichtige Impulse wurden zunächst nicht erwartet.



    EUR/USD

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    ISIN:EU0009652759WKN:965275

    Die Währung EUR/USD wird zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Nachricht mit einem Plus von 0,00 % und einem Kurs von 1,139USD auf Forex (27. September 2026, 04:37 Uhr) gehandelt.






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