Keine Einigung mit Iran
Brent wieder über 100 Dollar: Straße von Hormus bleibt dicht
US-Präsident Donald Trump sagte am Samstag: "Ich habe ihr Angebot zurückgewiesen." Damit meint er die vom Iran gestellten Bedingungen zur Öffnung der Straße von Hormus.
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"Sie wollen einen Deal machen, das ist gut, und ich möchte auch einen Deal machen, aber diese Vereinbarung wäre nicht annehmbar", sagte Trump vor Reportern am Samstag in Washington.
Zuvor hatte der iranische Außenminister Abbas Araghchi am Freitag vor der UN-Generalversammlung erklärt, dass der Iran den USA seine Bedingungen für eine Öffnung der Straße von Hormus via Katar übermittelt habe. Araghchi bot an, das Nadelöhr der Weltwirtschaft innerhalb von sieben Tagen wieder zu öffnen und die Atomverhandlungen mit Washington wieder aufzunehmen, falls die US-Regierung den Bedingungen Teherans zustimmen würde.
Zu diesen Bedingungen gehören laut dem Sprecher des iranischen Außenministeriums, Esmaeil Baghaei, ein Ende der von Teheran als "Angriffshandlungen" der USA bezeichneten Handlungen, die Aufhebung der Seeblockade und des Wirtschaftskrieges sowie die Freigabe iranischer Vermögenswerte.
Trump teilte seinen Beratern mit, dass er mit einer Wiederaufnahme der US-Angriffe auf das Land nach den Zwischenwahlen im November rechne, berichtet das Wall Street Journal am Samstag unter Berufung auf ungenannte US-Beamte.
Unabhängig davon erklärte die von Saudi-Arabien angeführte Koalition im Jemen am Samstag, sie habe von den vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen abgefeuerte Geschosse abgefangen.
Gegen die Angriffe der Huthi-Rebellen hat sich mittlerweile eine Koalition gebildet: Pakistan und die Türkei wollen Saudi-Arabien militärisch unterstützen; auch Großbritannien hatte in der vergangenen Woche seine Unterstützung zugesagt, um saudische Kampfflugzeuge in der Luft zu betanken.
Folgerichtigtig zog der Preis je Barrel Brent deutlich an: Der Ölpreis liegt beim November-Future bei rund 107 US-Dollar, der Spotmarktpreis beträgt rund 104 US-Dollar im frühen Handel am Montag.
Autor: Krischan Orth, wallstreetONLINE Redaktion

