60-Milliarden-Deal mit Xi
Zollentspannung nach dem Gipfel: Getreide und Fleisch billiger, Soja nicht
China senkt Zölle auf Mais, Weizen, Fleisch- und Milchprodukte aus den USA, doch Sojabohnen bleiben außen vor. Insgesamt sollen Waren im Wert von 60 Milliarden US-Dollar günstiger werden. Die Zollpause gilt bis Januar.
- China senkt Zölle auf US-Waren, Soja bleibt außen vor
- Zollsenkungen verbilligen Waren für 60 Milliarden
- Zollpause bis Januar, keine Einigung zu Taiwan
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Nach dem Gipfel zwischen Donald Trump und Xi Jinping in Washington machen die USA und China ihre Zollsenkungen konkret. Beide Seiten legten Listen mit Waren im Wert von jeweils rund 30 Milliarden US-Dollar vor. Es ist das greifbarste Ergebnis des Treffens, auch wenn es nur einen Bruchteil des Handels von 415 Milliarden US-Dollar im Vorjahr ausmacht.
Auf der US-Liste stehen 77 Positionen, darunter Feuerwerk, Haushaltswaren, Sportartikel und Spielzeug. China nennt 1.619 Warengruppen, etwa Fleisch, Meeresfrüchte, Milchprodukte, Getreide, Kohle, Holz und Medizintechnik. Rund 90 Prozent davon sollen auf Meistbegünstigungssätze fallen. Peking will die Senkungen zeitgleich umsetzen, sobald die innerstaatlichen Verfahren abgeschlossen sind.
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Besonders im Blick steht die Landwirtschaft. Chinas Handelsministerium nahm am Montag unter anderem Mais, Weizen, Sorghum, Fleisch und Milchprodukte sowie Pflanzenöle und Schrote auf die Liste, darunter Sojaöl und Sojaschrot. Sojabohnen selbst fehlen jedoch. Sie bleiben mit einem Zusatzzoll von 10 Prozent belegt, was Händlern zufolge für private Ölmühlen zu hoch ist, obwohl staatliche Käufer zuletzt mehr gekauft haben.
Die Senkungen könnten Chinas Ziel helfen, bis 2028 jährlich mindestens 17 Milliarden US-Dollar an US-Agrarprodukten zu kaufen. Das kam bisher nur schleppend voran. Hinzu kommt die Zusage von 25 Millionen Tonnen Sojabohnen pro Jahr. Eine neue Agrararbeitsgruppe soll bis Ende 2026 erstmals tagen, ein Handelsrat sich zunächst um die gegenseitigen Kürzungen kümmern.
Die Zollpause gilt bis Januar, bei Exportkontrollen und Taiwan gibt es keine Einigung. An der Börse griffen Anleger bei chinesischen Haushaltsgeräteherstellern zu: Die Aktie von Joyoung sprang in Shenzhen um rund 10 Prozent, Bear Electric legte zeitweise um bis zu 9,5 Prozent zu.
Autor: Julian Schick, wallstreetONLINE Redaktion

