10,3 Milliarden? Zu wenig.
BASF will Evonik – doch für 22,15 Euro gibt’s nicht mal Gespräche
BASF legt 22,15 Euro je Evonik-Aktie auf den Tisch. Doch Evonik hält den Preis für zu niedrig, um überhaupt in formelle Gespräche oder eine Due Diligence einzusteigen.
- Evonik weist BASF-Gebot über 10,3 Milliarden ab
- 22,15 Euro reichen nicht für Gespräche oder Prüfung
- BASF erwägt Nachbesserung oder lässt den Deal ruhen
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Evonik hat ein Übernahmeangebot von BASF über 10,3 Milliarden Euro zurückgewiesen. Der Ludwigshafener Chemiekonzern soll 22,15 Euro je Evonik-Aktie geboten haben – zu wenig, um Evonik zu formellen Gesprächen oder zur Öffnung der Bücher für eine Due-Diligence-Prüfung zu bewegen. Das berichtet die Financial Times unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Evonik notierte zuletzt bei 19,73 Euro und damit weiterhin deutlich unter dem berichteten Angebotspreis.
Damit bekommt der mögliche Mega-Deal in der deutschen Chemiebranche einen ersten harten Dämpfer. Evonik hatte bereits am Freitag bestätigt, von BASF angesprochen worden zu sein, zugleich aber erklärt, dass derzeit keine Gespräche stattfinden. Zum Bericht über die Höhe und Ablehnung des Angebots wollte sich das Unternehmen nicht weiter äußern.
BASF hält die Tür dennoch offen. Ein Sprecher erklärte, eine Übernahme "würde die Kerngeschäfte der BASF stärken und ergänzen, und wir würden dabei diszipliniert vorgehen". Gleichzeitig betonte der Konzern, dass mögliche Synergien "nur unter Einbeziehung von Evonik validiert werden" könnten. Bereits am Freitag hatte BASF erklärt, "der Verlauf und das Ergebnis dieser Sondierungsgespräche zum jetzigen Zeitpunkt noch offen sind".
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Hinter den Kulissen beschäftigt sich BASF offenbar schon länger mit dem Szenario. Wie Bloomberg unter Berufung auf mit der Situation vertraute Personen berichtet, spricht der Konzern seit mehreren Monaten mit Beratern über eine mögliche Übernahme. Evonik würde BASF vor allem im Bereich Spezialchemie zusätzliche Produkte und Marktpositionen bringen.
Entscheidend ist nun der Preis. Das bislang berichtete Gebot von 22,15 Euro je Aktie liegt zwar klar über dem aktuellen Evonik-Kurs, reicht dem Zielunternehmen aber offenbar nicht aus, um überhaupt in formelle Verhandlungen einzusteigen. Für BASF stellt sich damit die Frage, ob der Konzern sein Angebot nachbessert – oder ob der mögliche 10-Milliarden-Deal vorerst steckenbleibt.
Autorin: Gina Moesing, wallstreetONLINE Redaktion

