Analysten mit Hammer-Kursziel
Allianz-Aktie: So viel Luft nach oben ist noch drin!
Die Allianz-Aktie hat zuletzt kräftig Federn gelassen, Berenberg sieht darin eine Kaufgelegenheit. Die Sorgen um nicht börsennotierte Anlagen hält die Bank für übertrieben und sieht die Aktie auf fast 700 Euro klettern.
- Berenberg sieht nach Kursrückgang eine Kaufchance
- Allianz steigert Halbjahresergebnis um neun Prozent
- Sorgen um Anlagen sind laut Berenberg übertrieben
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Keine Frage, das Geschäft des weltgrößten Versicherungskonzerns brummt: Die Allianz konnte ihr operatives Ergebnis im ersten Halbjahr um neun Prozent auf 9,4 Milliarden Euro steigern, getragen von allen Sparten: Das Schaden- und Unfallgeschäft legte um neun Prozent zu, die Lebensversicherung um zwei Prozent und die Vermögensverwaltung sogar um 13 Prozent. Gelingt im zweiten Halbjahr ein ähnlicher Wert, stünden für 2026 rund 18,8 Milliarden Euro zu Buche. Der Markt rechnet bislang mit 18,5 Milliarden.
Die Privatbank Berenberg bleibt bei dem Dividendenliebling (Rendite derzeit rund 4,5 Prozent) auf Kaufkurs und bestätigt ihr Kursziel von 684 Euro. Gemessen am aktuellen Niveau bei 426 Euro ergibt sich daraus ein Aufwärtspotenzial von gut 60 Prozent.
Analyst Michael Huttner hat sich auf einer Konferenz in München mit der Investor-Relations-Abteilung des Münchner Konzerns ausgetauscht und ist danach noch zuversichtlicher geworden, dass die Allianz ihr Wachstum bis zum Ende des Strategieplans 2025 bis 2027 halten kann.
Den jüngsten Kursrückgang führt Berenberg auf Bedenken rund um die 141 Milliarden Euro zurück, die der Konzern in nicht börsengehandelte Anlagen gesteckt hat, darunter 24 Milliarden Euro an Mittelstands- und sonstigen Krediten. Aus Sicht der Analysten ist das Risiko jedoch überschaubar, denn 93 Prozent dieser Anlagen dienen der Deckung langlaufender Verpflichtungen aus dem Lebens- und Krankenversicherungsgeschäft mit einer Duration von etwa acht Jahren.
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Für das dritte Quartal erwartet Huttner zwar Belastungen durch Hagelstürme, allerdings dürfte der festere US-Dollar im Lebens- und Fondsgeschäft einen Teil davon ausgleichen. Bei der Vermögensverwaltung flossen im ersten Halbjahr netto 84 Milliarden Euro neu zu, und laut Allianz hielt dieser Trend zuletzt an. Zudem hat der Versicherer seine Reserve für steigende Schadenkosten wieder auf 1,8 Milliarden Euro aufgestockt, das Niveau von 2022.
Autor: Julian Schick, wallstreetONLINE Redaktion
Die Allianz Aktie wird zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Nachricht mit einem Minus von -0,05 % und einem Kurs von 426,5EUR auf Tradegate (29. September 2026, 13:48 Uhr) gehandelt.
