Seitenhieb gegen Nvidias CEO
Burry vergleicht Jensen Huang jetzt mit Alex Karp
Michael Burry kritisiert Huangs Medienoffensive und Nvidias Rückkaufstrategie. Hinter dem Seitenhieb steckt eine deutlich größere Wette gegen die KI-Euphorie.
- Burry kritisiert Huangs Medienoffensive bei Nvidia
- Nvidia stockt Rückkäufe um 150 Milliarden Dollar auf
- Burry setzt per Put-Optionen auf fallende KI-Aktien
- Report: KI-Euphorie kippt - Bei diesen 5 Aktien droht der Crash!
Michael Burry legt bei Nvidia nach. Der Investor, der seit Monaten vor einer KI-Blase warnt, kritisiert nun nicht nur die Bewertung und die milliardenschweren Investitionen des Chipherstellers, sondern auch die Außendarstellung von CEO Jensen Huang. In einem Chat auf seiner Substack-Seite verglich Burry Huangs jüngste Medienoffensive mit Palantir-Chef Alex Karp. "In dieser Hinsicht wird er ein bisschen wie Karp", schrieb Burry.
Der Seitenhieb fällt in eine Phase, in der Nvidia erneut enorme Summen für eigene Aktien freigibt. Der Verwaltungsrat hat eine zusätzliche Rückkaufermächtigung über 150 Milliarden US-Dollar beschlossen. Damit steigt die verbleibende Rückkaufkapazität auf insgesamt 235 Milliarden US-Dollar bis zum Geschäftsjahr 2028 – die größte Aufstockung eines Aktienrückkaufs in der Geschichte des Unternehmens.
Genau diese Kapitalallokation sieht Burry kritisch. In seinem Substack-Chat stimmte er der These zu, dass Unternehmen bei hohen Bewertungen eher Liquidität bewahren sollten, statt aggressiv eigene Aktien zu kaufen. "Ja, das ist derzeit außerhalb der USA üblicher. In den USA scheinen Aktienrückkäufe auf allen Ebenen die Regel zu sein", schrieb Burry.
Burrys Skepsis ist dabei keineswegs nur rhetorisch. Er hat seine direkten Short-Positionen in Nvidia, Palantir, Micron und weiteren KI-Aktien zuletzt geschlossen und viele davon durch Put-Optionen mit Laufzeiten bis 2027 ersetzt. Neue Analysen hätten ihn dazu gebracht, seinen Zeitplan für eine mögliche Korrektur vorzuziehen. Die KI-Blase könne seiner Einschätzung nach "eher früher als später" platzen.
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Nvidia selbst setzt dagegen weiter ein starkes Signal. Allein in der ersten Hälfte des Geschäftsjahres 2027 kaufte der Konzern eigene Aktien im Wert von 39,8 Milliarden US-Dollar zurück. Historisch
folgten auf große Rückkaufankündigungen laut einer Auswertung von FedWatch-Advisors-Gründer Ben Emons bei Nvidia im Schnitt Kursgewinne von 24 Prozent über zwölf Monate.
Damit prallen zwei komplett unterschiedliche Sichtweisen aufeinander: Nvidia setzt Hunderte Milliarden US-Dollar auf den eigenen Aktienkurs, während Burry seine Wette auf fallende KI-Titel über Optionen weiterlaufen lässt.
Autorin: Gina Moesing, wallstreetONLINE Redaktion

