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    Nebius und CoreWeave – die heiße Wette

    Seit Beginn des „KI-Zeitalters“ mit der Einführung von ChatGPT hat die Börse immer wieder Engstellen der Wertschöpfungskette gespielt. Am Anfang stand Nvidia mit Grafikprozessoren, die unabdingbar sind, um Modelle zu trainieren. Später rückten die Rechenzentren selbst in den Vordergrund. Deren Betrieb erfordert auch klassische Speicherchips von Samsung oder Micron, dazu Prozessoren wie von Intel oder Kabel von Nokia. Vom Bau profitierten Firmen wie Caterpillar, die Energie kommt von Gasturbinen aus dem Hause Siemens Energy oder GE Vernova.

    Die derzeit wohl spannendste Engstelle ist KI-Rechenleistung, die sogenannte Neo-Clouds zur Verfügung stellen. Sie kaufen oder finanzieren leistungsstarke Nvidia-GPUs, bauen dafür Rechenzentren mit viel Strom und schneller Vernetzung und vermieten die Kapazität an Unternehmen, die KI-Modelle trainieren oder betreiben. Kunden zahlen nutzungsabhängig oder reservieren Kapazität über längere Verträge.

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    Damit liegt weniger „Last“ bei OpenAI, Anthropic oder Meta – hier bei Gettex – , die sich als Kunden und Finanzierer bei den Neo-Clouds einreihen. Die bekanntesten Namen sind Nebius, CoreWeave oder IREN.

    Der Haken: Der Aufbau verlangt astronomische Summen, weshalb sich die verhältnismäßig kleinen Firmen stark verschulden. Zuletzt herrschte eine ordentliche Portion Skepsis, die Risikoprämien zogen an. Derzeit zeichnet sich aber ab, dass die benötigte Rechenleistung so hoch ist, dass die Rechnung der Neo-Clouds aufgehen dürfte.

    Auch die Analysten werden optimistischer. Die UBS nimmt die Bewertung von CoreWeave mit „Buy“ und einem Kursziel von 120 USD auf. Die Analysten verweisen auf außergewöhnlich starke Nachfragesignale für KI-Rechenkapazität und erwarten, dass der Umsatz je Gigawatt Rechenleistung weiter steigen wird. Zudem könnten die Sorgen um Verschuldung und Bonität nach Einschätzung von UBS ihren Höhepunkt erreicht haben. Gleichzeitig werde die Aktie weiterhin nur mit rund dem Dreifachen des für 2027 erwarteten Umsatzes bewertet.

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    Daniel Saurenz
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    Der ehemalige FTD-Redakteur und Börse Online-Urgestein Daniel Saurenz hat zusammen mit Benjamin Feingold das Investmentportal „Feingold Research“ gegründet. Dort präsentieren die beiden Börsianer und Journalisten ihre Markteinschätzungen, Perspektiven und Strategien samt Produktempfehlungen. Im strategischen Musterdepot werden die eigenen Ideen mit cleveren und meist etwas „anderen“ Produkten umgesetzt und für alle Leser und aktiven Anleger verständlich erläutert. Weitere Informationen: Feingold Research.
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    Verfasst von Daniel Saurenz
    Nebius und CoreWeave – die heiße Wette Seit Beginn des „KI-Zeitalters“ mit der Einführung von ChatGPT hat die Börse immer wieder Engstellen der Wertschöpfungskette gespielt. Am Anfang stand Nvidia mit Grafikprozessoren, die unabdingbar sind, um Modelle zu trainieren. Später rückten die …

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