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500-Mio.-Mega-Deal bei DroneShield – doch garantiert ist noch kein US-Dollar
DroneShield sichert sich Zugang zu einem US-Vertragsrahmen über bis zu 500 Millionen US-Dollar. Die Aktie springt an – doch zwischen Maximalvolumen und echtem Umsatz liegt eine entscheidende Lücke.
- US-Rahmenvertrag über 500 Mio. Dollar treibt Aktie
- Maximalvolumen garantiert weder Aufträge noch Umsatz
- Konkrete US-Abrufe entscheiden über den Kurssprung
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DroneShield sorgt mit einem neuen US-Rahmenvertrag für einen kräftigen Kurssprung. Die US-Tochter des australischen Drohnenabwehr-Spezialisten erhielt Zugang zu einem dreijährigen Vertragsrahmen der Joint Interagency Task Force 401 mit einem Maximalvolumen von 500 Millionen US-Dollar (rund 441 Millionen Euro). Die Aktie sprang am Mittwoch zeitweise um rund 9 Prozent auf 1,76 Australische Dollar und erreichte damit den höchsten Stand seit einem Monat. Zum Handelsschluss blieb ein Plus von 5,3 Prozent.
Der Haken: Die halbe Milliarde US-Dollar ist kein fester Auftrag. Der sogenannte IDIQ-Vertrag erlaubt US-Behörden, in den kommenden drei Jahren schneller Systeme zur Abwehr unbemannter Fluggeräte bei DroneShield abzurufen. Weder konkrete Bestellungen noch Umsätze sind damit garantiert. Entscheidend wird deshalb sein, wie viel von dem theoretischen Rahmen tatsächlich in verbindliche Aufträge umgewandelt wird.
Ganz aus dem Nichts kommt das US-Geschäft allerdings nicht. Bereits im Juni erhielt DroneShield einen JIATF-401-Auftrag über 24,9 Millionen US-Dollar, davon 19,3 Millionen US-Dollar als anfängliches Volumen. Zuletzt bestätigte das US-Militär zudem die Abnahme von DroneSentry-X-Mk2-Systemen, die im Rahmen eines früheren Programms installiert wurden.
Die starke Kursreaktion trifft auf eine Aktie, bei der zuletzt viele Anleger auf weitere Verluste gesetzt hatten. Nach Daten der australischen Aufsicht ASIC gehörte DroneShield im September zu den am stärksten leerverkauften Aktien des Landes. Am 22. September lag der gemeldete Short-Anteil bei 14,59 Prozent; andere aktuelle Angaben beziffern ihn sogar auf mehr als 15 Prozent. Ein überraschend großer US-Auftrag könnte damit zusätzlichen Druck auf Leerverkäufer auslösen.
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Fundamental bleibt die Messlatte hoch. Für das laufende Jahr werden Umsätze von 250 bis 270 Millionen Australischen Dollar erwartet (umgerechnet rund 154 bis 166 Millionen Euro), Gewinne dürften
zunächst ausbleiben. Gleichzeitig baut DroneShield seine Kapazitäten aus, unter anderem mit einem neuen Forschungs- und Entwicklungsstandort in Adelaide.
Der neue US-Vertrag ist deshalb vor allem eines: ein deutlich größerer Zugang zum amerikanischen Beschaffungsmarkt. Ob daraus tatsächlich Hunderte Millionen US-Dollar Umsatz werden, entscheiden erst die konkreten Abrufe. Genau daran dürfte sich messen, ob aus dem heutigen Kurssprung mehr als nur eine kurzfristige Erleichterungsrallye wird.
Autorin: Gina Moesing, wallstreetONLINE Redaktion

