Siltronic AG

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    Investition sorgt für Verluste!

    Die Nachfrage nach 300-mm-Wafern von Siltronic im Bereich Künstliche Intelligenz ist tatsächlich hoch. Siltronic berichtet ausdrücklich von einer steigenden Nachfrage nach 300-mm-Wafern für Speicher- (Memory) und Logikchips (Logic), die durch den Ausbau der Produktionskapazitäten in Singapur unterstützt wird. Für den Moment ist jedoch die Auslastung der 300-mm-Wafer gering, was bis ins Jahr 2028 zu Verlusten führt. Gleichzeitig bestehen zwei weitere hemmende Faktoren: Die Lagerbestände im Power-Segment bleiben weiterhin hoch, weshalb die Nachfrage nach 200-mm-Wafern schwach ist. Außerhalb langfristiger Lieferverträge herrscht zudem weiterhin Preisdruck. Daher führt eine höhere Absatzmenge nicht zwangsläufig zu einem proportional gesteigerten Gewinn. Der Umsatz von Siltronic korreliert positiv mit den Ausgaben der Unternehmen TSMC, Samsung und Intel.

    Zum Chart

    Der Aktienkurs von Siltronic hat nach einer rund 20 Monate andauernden Phase sinkender Kurse ab Mitte September 2025 wieder an Stärke gewonnen. Seitdem ist das Papier bis zum gestrigen Dienstag um 146 Prozent gestiegen. Am 29. Mai 2026 notierten die Aktien mit 108,80 Euro auf einem Mehrjahreshoch und damit deutlich höher. Die seit dem 29. Mai einsetzende Konsolidierung wurde zunächst von pessimistischen Einschätzungen der Marktteilnehmer geprägt, die von optimistischen Tagen wie dem gestrigen abgelöst wurden. Der Kurs des Wafer-Herstellers schwankt in Abhängigkeit von der Marktmeinung zum KI-Boom. Zahlreiche Analysten betrachten den aktuellen Boom als eine erhebliche Blase, da die Nutzer von Rechenzentren noch weit von der Gewinnerzielung entfernt sind. Zudem wird kritisiert, dass Chiphersteller wie Nvidia den Absatz überwiegend selbst finanzieren. Sollte es zu einer Streckung oder Einstellung der Hardwareinvestitionen kommen, könnte dies auch für Siltronic ernsthafte Schwierigkeiten bedeuten. Ein weiteres Beispiel ist Oracle, das seine wirtschaftliche Existenz durch Milliardeninvestitionen in Rechenzentren riskiert. Vor diesem Hintergrund zeigt sich der Aktienkurs von Siltronic sehr widerstandsfähig, nachdem kürzlich stärkere Abverkäufe auf dem Niveau von 66,55 Euro gestoppt wurden. Ein Platzen der Blase in den kommenden vier Wochen erscheint derzeit auch wenig wahrscheinlich.

    Siltronic AG (Tageschart in Euro)

    Tendenz:

    Wichtige Chartmarken

    Widerstände: 84,65 // 94,70 Euro
    Unterstützungen: 66,55 // 56,40 Euro

    Fazit

    Das Zyklustief wirkt infolge des KI-Booms weniger ausgeprägt als in den Vorjahren.

    Mit einem Open End Turbo Long (WKN JE7DVJ) könnten risikofreudige Anleger, die einen steigenden Kurs der Siltronic AG in den nächsten Wochen erwarten, überproportional von einem Hebel in Höhe von 3,37 profitieren. Das Ziel sei bei 108,80 Euro angenommen (10,06 Euro beim Derivat). Der Abstand zur Knock-Out-Barriere beträgt 26 Prozent. Der Einstieg in diese spekulative Position bietet sich dabei stets unter der Beachtung eines risikobegrenzenden Stoppkurses an.

    Dieser könnte beim Basiswert bei 62,45 Euro platziert werden. Im Open End Turbo Long ergibt sich daraus ein Stoppkurs von 5,42 Euro. Für diese spekulative Idee beträgt das Chance-Risiko-Verhältnis dann 1,9 zu 1.

    Strategie für steigende Kurse
    WKN: JE7DVJ Typ: Open End Turbo Long
    akt. Kurs: 2,12 – 2,22 Euro Emittent: JP Morgan
    Basispreis: 57,88 Euro Basiswert: Siltronic AG
    KO-Schwelle: 57,88 Euro akt. Kurs Basiswert: 77,00 Euro
    Laufzeit: Open End Kursziel: 10,06 Euro
    Hebel: 3,37 Kurschance: + 44 Prozent
    Risikohinweis:
    Im Durchschnitt erleiden 7 von 10 Kleinanlegern Verluste beim Handel mit Turbo-Zertifikaten. Turbo-Zertifikate sind hoch risikoreiche Produkte und nicht für langfristige Anlagestrategien geeignet.
    Quelle J.P. Morgan

    Interessenkonflikt

    Hinweis auf bestehende Interessenkonflikte nach § 34b Abs. 1 Nr. 2 WpHG:

    Wir weisen Sie darauf hin, dass die FSG Financial Services Group oder ein verbundenes Unternehmen aktuell oder in den letzten zwölf Monaten eine entgeltliche Werbungskooperation zu JP Morgan eingegangen ist.

    Der Autor erklärt, dass er bzw. sein Arbeitgeber oder eine mit ihm oder seinem Arbeitgeber verbundene Person im Besitz von Finanzinstrumenten ist, auf die sich die Analyse bezieht, bzw. in den letzten 12 Monaten an der Emission des analysierten Finanzinstruments beteiligt war. Hierdurch besteht die Möglichkeit eines Interessenskonfliktes.

    Der Autor versichert weiterhin, dass Analysen unter Beachtung journalistischer Sorgfaltspflichten, insbesondere der Pflicht zur wahrheitsgemäßen Berichterstattung sowie der erforderlichen Sachkenntnis, Sorgfalt und Gewissenhaftigkeit abgefasst werden.

    Haftungsausschluss

    Der Herausgeber übernimmt keine Gewähr für die Aktualität, Korrektheit, Vollständigkeit oder Qualität der bereitgestellten Informationen. Haftungsansprüche gegen den Herausgeber, welche sich auf Schäden materieller oder ideeller Art beziehen, die durch die Nutzung oder Nichtnutzung der dargebotenen Informationen bzw. durch die Nutzung fehlerhafter und unvollständiger Informationen verursacht wurden, sind grundsätzlich ausgeschlossen. Alle enthaltenen Meinungen und Informationen sollen nicht als Aufforderung verstanden werden, ein Geschäft oder eine Transaktion einzugehen. Auch stellen die vorgestellten Strategien keinesfalls einen Aufruf zur Nachbildung, auch nicht stillschweigend, dar. Vor jedem Geschäft bzw. vor jeder Transaktion sollte geprüft werden, ob sie im Hinblick auf die persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse geeignet ist. Wir weisen ausdrücklich noch einmal darauf hin, dass der Handel mit Optionsscheinen oder Zertifikaten mit grundsätzlichen Risiken verbunden ist und der Totalverlust des eingesetzten Kapitals nicht ausgeschlossen werden kann. Alle Angebote sind freibleibend und unverbindlich. Der Nachdruck, die Verwendung der Texte, die Veröffentlichung / Vervielfältigung ist nur mit ausdrücklicher Genehmigung der FSG Financial Services Group GbR gestattet.






    Ingmar Königshofen
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    Ingmar Königshofen ist Geschäftsführer bei der FSG Financial Services Group, welche unter anderem das Portal Boerse-Daily.de betreibt. Dort werden mehrmals täglich top-aktuelle Analysen zu DAX, US-Indizes sowie zu besonders attraktiven Einzelwerten veröffentlicht.

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    Verfasst von Ingmar Königshofen
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    Im Durchschnitt erleiden 7 von 10 Kleinanlegern Verluste beim Handel mit Turbo-Zertifikaten. Turbo-Zertifikate sind hoch risikoreiche Produkte und nicht für langfristige Anlagestrategien geeignet.
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