Frische Aufträge & Kaufsignal
Nordex: Selbst Katharina Reiche wird die Aktie nicht aufhalten können!
Die Aktie des Windkraftanlagenherstellers Nordex konsolidiert seit Wochen seitwärts, doch der nächste Aufwärtsimpuls könnte schon sehr bald starten.
- Nordex-Aktie konsolidiert trotz guter Perspektiven
- Neue Aufträge über 217 Megawatt stärken Nordex
- Technik und Bewertung eröffnen weiteres Aufwärtspotenzial
- Report: KI-Euphorie kippt - Bei diesen 5 Aktien droht der Crash!
Nordex: Wie lange lässt sich die Aktie noch aufhalten?
Trotz anhaltend hoher Energiepreise und der wachsenden Notwendigkeit von Europa, sich energiepolitisch so schnell wie möglich unabhängig zu machen, hat sich die Aktie von Nordex nach einer starken ersten Jahreshälfte festgefahren – neben stark gestiegenen Finanzierungskosten bremst vor allem der sogenannte, von Wirtschafts- und Energieverbänden stark kritisierte Redispatch-Vorbehalt des von Wirtschaftsministerin Katharina Reiche geplanten Netzpaketes den Anstieg aus.
Schon seit Wochen bewegt sich das Kursgeschehen daher überwiegend im Bereich von 38 bis 40 Euro und das, obwohl die insgesamt schon seit Monaten anhaltende Rallyepause auch der Unternehmensbewertung Zeit gegeben hat, gegenüber der Kursentwicklung aufzuholen.
Doch der nächste Aufwärtsimpuls könnte jetzt nur noch eine Frage der Zeit sein, denn während die Aktie inzwischen wieder attraktiv erscheint, hat sich auch die technische Ausgangslage verbessert. Dazu kommt eine anhaltend starke Auftragslage, wie Mitteilungen vom Dienstag und Mittwoch zeigen.
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Starke Auftragslage hält an, zahlreiche neue Bestellungen
Bereits am Dienstag hatte der Windkraftlagenhersteller den Erhalt eines Auftrags von Navaris bekannt gegeben. Für einen Windpark in Rheinland-Pfalz mit einer Gesamtleistung von 42 Megawatt wird Nordex insgesamt 6 Turbinen und die dazu passenden Türme mit einer Nabenhöhe von bis zu 179 Metern liefern. Die Auslieferung soll Anfang 2028 beginnen, die Inbetriebnahme ist dann ein halbes Jahr später geplant. Die Vereinbarung umfasst außerdem einen langfristigen Servicevertrag.
Am Mittwochmorgen folgte dann bereits die nächste Erfolgsmeldung. Namentlich nicht genannte Kunden aus Frankreich, Portugal und Spanien haben insgesamt 34 Windkraftanlagen mit einer Gesamtleistung von 175 Megawatt geordert. Neben besonders leistungsfähigen Turbinen wurden auch Anlagen mit geringerer Leistung bestellt. Nordex führte das in seiner Pressemitteilung auf "unterschiedliche Windbedingungen und Genehmigungsverfahren" zurück.
Auch für diese Aufträge gab das Unternehmen bekannt, mehrjährige Dienstleistungs- und Serviceverträge abgeschlossen zu haben. Die gelten für Nordex als besonders wichtig, da sie für finanzielle Visibilität und planbare Erträge sorgen, während sich die Bestellungen durchaus volatil entwickeln können. Derzeit sind sie jedoch sehr stark. Allein im ersten Halbjahr hat das Unternehmen Bestellungen über etwa 5 Gigawatt erhalten.
Aktie startet neuen Rallye-Versuch, Ausbruch im Blick
Anlegerinnen und Anleger sehen das Unternehmen dank der neuen Aufträge auf Kurs und belohnten die Aktie am Mittwochvormittag mit Kursgewinnen von rund 3,0 Prozent, womit sich Nordex im TecDAX nur Evotec und Siltronic geschlagen geben musste.
Für die zuletzt auf der Stelle tretenden Aktie verbessert sich die Ausgangslage dadurch weiter, denn es zeichnet sich eine Notierung wieder über den gleitenden Durchschnitten ab. Außerdem tragen die jüngsten Kursgewinne dazu bei, die technischen Indikatoren zu verbessern. Der RSI liegt jetzt knapp über 50 Punkten und damit im Stärke-Bereich, während der MACD seine Position oberhalb der Signal- und Nulllinie behauptet, was die Möglichkeit eines an Fahrt gewinnenden Aufwärtstrends anzeigt.

wallstreetONLINE RedaktionKaufsignal nach den Zahlen
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Auch fundamental präsentieren sich Unternehmen und Aktie in ansprechender Verfassung. Für das laufende Geschäftsjahr ist Nordex mit einem KGVe von 18,7 bewertet, das liegt inzwischen unter dem Wert von 20,2, der für Mitbewerber Vestas abgerufen wird. Auch für 2027 erscheint Nordex eines KGVe von 15,3 und einem Kurs-Gewinnwachstumsverhältnis (PEG) von 0,7 attraktiv bewertet. Das verbürgt sich für weiteres Aufwärtspotenzial.
Analystinnen und Analysten sind dementsprechend zuversichtlich. Ihr Kursziel liegt aktuell bei 49,31 Euro und impliziert ein Anstiegspotenzial von knapp 28 Prozent. Mit Blick auf die anhaltende Energiekrise und den gleichzeitig rasant steigenden Energiebedarf im Zusammenhang mit dem KI-Boom dürfte sich das Umfeld für Nordex nur weiter verbessern, selbst wenn die Anleiherenditen länger hoch und neue Windkraftprojekte damit teurer bleiben sollten. Auf dem aktuellen Kurs- und Bewertungsniveau können Anlegerinnen und Anleger daher nur wenig falsch machen.
Autor: Max Gross, wallstreetONLINE Redaktion

