21-Monats-Hoch
Bitcoin-Gewinne stapeln sich – wird jetzt Kasse gemacht?
Bitcoin-Anleger sitzen auf den höchsten Buchgewinnen seit 21 Monaten. Nun könnte sich zeigen, wie belastbar die jüngste Rallye wirklich ist.
- Bitcoin-Anleger verbuchen hohe Gewinne und verkaufen
- Bitcoin-Nachfrage am Spot- und Futuresmarkt lässt nach
- Unterstützungen entscheiden, ob der Bullenmarkt hält
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Am Mittwochvormittag notiert Bitcoin 1,24 Prozent tiefer bei 83.220 US-Dollar und damit 4,5 Prozent unter dem Hoch der vergangenen Woche von 87.174 US-Dollar.
Für die Analysten von CryptoQuant ist das bislang noch keine Trendwende. Doch die hohen Buchgewinne könnten immer mehr Anleger dazu verleiten, Kasse zu machen.
Bitcoin-Anleger machen Kasse
Wie groß der Anreiz für Gewinnmitnahmen inzwischen ist, zeigt sich vor allem bei kurzfristig orientierten Anlegern. Ihre nicht realisierte Onchain-Gewinnmarge ist laut CryptoQuant auf 33 Prozent gestiegen – den höchsten Stand seit Dezember 2024.
Ein Teil dieser Buchgewinne wird bereits realisiert. Allein am 22. September strichen Bitcoin-Halter Gewinne auf 25.700 BTC ein – so viel wie an keinem anderen Tag in diesem Jahr. Laut CryptoQuant-Research-Chef Julio Moreno gingen ähnlich starke Gewinnmitnahmen nach kräftigen Kursanstiegen in der Vergangenheit häufig lokalen Markthochs voraus.
Auch bei Altcoins zeichnet sich eine zunehmende Verkaufsbereitschaft ab. Innerhalb von sieben Tagen wurden 76.000 Transaktionen registriert, bei denen Altcoins an Kryptobörsen transferiert wurden – der höchste Wert seit Oktober 2025.
Nachfrage verliert deutlich an Schwung
Noch wichtiger könnte allerdings die Nachfrageseite werden. Die sichtbare Bitcoin-Nachfrage am Spotmarkt schrumpfte laut CryptoQuant innerhalb der vergangenen 30 Tage um 170.000 BTC.
Noch drastischer ist die Abkühlung am Terminmarkt. Das Wachstum der spekulativen Futures-Nachfrage fiel von 164.000 BTC am 14. September auf nur noch 16.000 BTC am 29. September. Damit fehlt Bitcoin zunehmend die frische Nachfrage, die notwendig wäre, um die Rallye kurzfristig weiterzutreiben.
Bullenmarkt bleibt vorerst intakt
Trotz der Korrektur sehen die Analysten von CryptoQuant den Bullenmarkt noch nicht als beendet an. Ein weiterer Rücksetzer könnte vielmehr Teil einer gesunden Konsolidierung sein. Entscheidend ist, welche Kursmarken Bitcoin dabei verteidigen kann.
Als erste wichtige Unterstützung nennt Moreno den gleitenden 365-Tage-Durchschnitt bei rund 80.000 US-Dollar. Sollte diese Marke fallen, rückt der 200-Tage-Durchschnitt bei etwa 71.000 US-Dollar in den Fokus. Eine weitere Unterstützung liegt bei rund 67.000 US-Dollar, wo sich der realisierte Onchain-Einstiegspreis der Trader befindet.
Solange diese Unterstützungen halten, würde selbst eine deutlichere Korrektur nach Einschätzung von CryptoQuant das übergeordnete bullische Bild nicht infrage stellen.
Autor: Pascal Grunow, wallstreetONLINE Redaktion
Bitcoin wird zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Nachricht mit einem Minus von -0,60 % und einem Kurs von 83.134USD auf CryptoCompare Index (30. September 2026, 11:04 Uhr) gehandelt.

