Jetzt wird’s wild bei ETH
Tom Lee toppt Arthur Hayes mit einer noch brutaleren Ethereum-Prognose
Arthur Hayes ist bei Ethereum schon extrem bullish. Tom Lee geht noch weiter – und setzt auf institutionelle Milliarden, Treasury-Käufe und ein zunehmend knappes Angebot.
- Lee sieht ETH binnen zwölf Monaten über 10.000 Dollar
- Treasury-Käufe könnten ETH-Angebot weiter verknappen
- Lee erwartet im vierten Quartal massive Krypto-Rotation
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Tom Lee hält Ethereum in den kommenden zwölf Monaten für deutlich mehr als 10.000 US-Dollar wert. Beim aktuellen Kurs von rund 2.670 US-Dollar entspräche schon die 10.000er-Marke einem Plus von etwa 275 Prozent. Auf der Korea Blockchain Week sagte der Fundstrat-Mitgründer, er sei zwar unsicher, ob Ethereum dieses Niveau noch bis Jahresende erreicht, "aber ich denke, dass ETH in den nächsten 12 Monaten deutlich höhere Preise als 10.000 haben wird".
Damit geht Lee noch weiter als Arthur Hayes, der für Ende 2026 mit 10.000 US-Dollar rechnet. Dieses Ziel bezeichnete Lee als konservativ. Seine Begründung: In früheren Zyklen habe sich Ethereum zeitweise um das 50- bis 200-Fache verteuert. Selbst bei einer deutlich niedrigeren Vervielfachung um das 25-Fache wären theoretisch Kurse um 62.000 US-Dollar möglich. Das ist allerdings ausdrücklich ein Szenario, keine konkrete Prognose Lees für die kommenden zwölf Monate.
Den stärksten Treiber sieht Lee in institutionellen Käufen. Nach seinen Angaben halten Unternehmen, die Ethereum als Teil ihrer Treasury-Strategie kaufen, inzwischen rund 7 Prozent des gesamten ETH-Angebots. In diesem Zyklus könnte der Anteil auf 15 Prozent steigen. Allein Bitmine Immersion Technologies, dessen Chairman Lee ist, besitzt demnach rund 6 Millionen ETH beziehungsweise 4,9 Prozent des Angebots. Steigende Käufe könnten damit auf ein zunehmend knappes frei verfügbares Angebot treffen.
Noch größer könnte der Effekt werden, wenn klassische Investoren nachziehen. Laut Lee halten bislang nur etwa 2 Prozent der institutionellen Anleger im Fundstrat-Universum Kryptowährungen. Nachdem Ethereum im dritten Quartal um rund 65 Prozent zulegte, erwartet er deshalb im vierten Quartal eine "massive Rotation" in den Kryptomarkt.
Auch technologisch sieht Lee Ethereum weiter klar vorne. Nach seiner Darstellung laufen 99 Prozent der Tokenisierungsprojekte großer Finanzkonzerne wie JPMorgan und BlackRock auf Ethereum. Die These, konkurrierende Blockchains würden Ethereum entscheidend Marktanteile abnehmen, weist er damit zurück.
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Der Kontrast zur aktuellen Kursentwicklung ist erheblich: Ethereum notiert bei rund 2.670 US-Dollar und liegt auf Jahressicht noch immer über ein Drittel im Minus. Lee setzt dagegen auf einen Mix aus institutionellem Nachholbedarf, steigenden Treasury-Käufen und knapper werdendem Angebot – und sieht darin das Potenzial für einen der größten Kryptozyklen bislang.
Autorin: Gina Moesing, wallstreetONLINE Redaktion

