Energiepreis-Hammer
Inflation in Deutschland auf dem höchsten Stand seit 3 Jahren
Die deutsche Inflation ist im September auf 3,3 Prozent gesprungen, den höchsten Stand seit Ende 2023. Auch in Spanien, Italien und Frankreich zogen die Verbraucherpreise überraschend kräftig an.
- Inflation in Deutschland steigt auf 3,3 Prozent
- Energiepreise treiben Teuerung mit 14,9 Prozent
- Preise steigen auch in Spanien, Italien und Frankreich
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Die Verbraucherpreise in Deutschland sind im September deutlich stärker gestiegen als erwartet. Nach vorläufigen Zahlen des Statistischen Bundesamts lag die Inflationsrate bei 3,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, nach 2,9 Prozent im August. Damit überschritt die Teuerung erstmals seit Dezember 2023 wieder die Marke von drei Prozent.
Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Analysten hatten im Schnitt lediglich einen Anstieg des harmonisierten Verbraucherpreisindex auf 3,2 Prozent erwartet. Tatsächlich fiel der Sprung kräftiger aus. Als Haupttreiber gilt der starke Anstieg der Energiepreise infolge des Kriegs im Iran. Die Energieinflation kletterte im September auf 14,9 Prozent, nachdem sie im August noch bei 10,5 Prozent gelegen hatte.
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Die Kernrate, die schwankungsanfällige Preise für Energie und Lebensmittel ausklammert, blieb dagegen bereits den dritten Monat in Folge stabil bei 2,4 Prozent. Das spricht dafür, dass sich der jüngste Preisschub vor allem auf den Energiesektor konzentriert und noch nicht breit in der Wirtschaft angekommen ist.
Auch andere große Volkswirtschaften der Eurozone meldeten überraschend hohe Teuerungsraten. In Spanien stieg die Inflation von 4,6 auf 5,0 Prozent, in Italien von 3,2 auf 4,1 Prozent, jeweils die höchsten Werte seit 2023. Frankreich verzeichnete mit 3,4 Prozent ein Zweijahreshoch. In keinem der vier großen Euroländer hatten Ökonomen mit derart deutlichen Anstiegen gerechnet.
Autor: Julian Schick, wallstreetONLINE Redaktion

