Diesel-Export-Stopp droht
Trump erwägt Export-Verbot – droht jetzt der nächste Preisschock?
US-Präsident Donald Trump ist weiterhin für einen Exportstopp von Diesel. Nicht nur Lobbyverbände warnen vor einem solchen Schritt.
- Trump prüft weiterhin ein Exportverbot für Diesel
- Regierung erwägt Beschränkungen statt eines Verbots
- Branche warnt: Exportstopp schadet Raffinerien und Kunden
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US-Präsident Donald Trump will die steigenden Kraftstoffpreise im Vorfeld der US-Zwischenwahlen (Midterms) im November in den Griff zu bekommen, und setzt dabei weiterhin auf ein Exportverbot für Diesel.
"Wir denken sehr ernsthaft darüber nach", sagte Trump am Sonntag gegenüber Fox News.
"Das kann oft zu einer leichten Erhöhung der Benzinpreise für Autos führen, deshalb prüfen wir das sehr ernsthaft. Möglicherweise werden wir es tun", fügte er hinzu.
Trump hatte zuvor seine Unterstützung für ein Exportverbot signalisiert, da die Dieselpreise im Einzelhandel auf neue Rekordhöhen gestiegen waren. Anfang dieses Monats sagte er, dass schnell eine Entscheidung darüber getroffen werden würde, ob ein Verbot verhängt werden solle.
US-Energieminister Chris Wright sagte, das Weiße Haus erwäge Beschränkungen anstelle eines vollständigen Verbots, während Politico letzte Woche berichtete, die Trump-Regierung bereite einen Plan vor, um Diesel-Exporte für 90 Tage zu verbieten.
Die Idee, dass der weltweit größte Diesel-Exporteur ein vollständiges Verbot verhängen könnte, hat in der US-amerikanischen Energiewirtschaft heftigen Widerstand hervorgerufen. Auch Analysten warnen davor, dass dieser Schritt nach hinten losgehen und die globale Treibstoffkrise verschärfen könnte.
In einer öffentlichen Stellungnahme erklärte Mike Sommers, CEO von API (American Petroleum Institute): "Eine Beschränkung der US-Energieexporte würde das Problem nur verschärfen – die Herausforderungen für die Raffinerien verschärfen und letztendlich den Verbrauchern schaden."
Autor: Krischan Orth, wallstreetONLINE Redaktion


