Nach Kursrutsch: BofA sieht jetzt Kaufchancen bei diesen drei Aktien
Die Bank of America sieht bei mehreren Aktien attraktive Einstiegschancen und rät Anlegern, Kursschwächen zum Kauf zu nutzen. Auf ihrer Auswahl stehen Natural Grocers by Vitamin Cottage, die Kaffeekette Dutch Bros und der Chipkonzern Nvidia. Bei Natural Grocers verweist Analystin Vicky Liu auf hochwertige Produkte zu erschwinglichen Preisen. Margenverbesserungen, ein preisgünstiges Sortiment und die Expansion könnten den Kurs stützen. Mit einem Kursziel von 35 Dollar hält sie die Aktie für günstig: Sie werde mit dem 13-Fachen des für das Geschäftsjahr 2027 erwarteten Gewinns gehandelt. Der Markt unterschätze damit Wachstum und Margenpotenzial.
Bei Dutch Bros empfiehlt Analystin Sara Senatore ebenfalls, die Kursschwäche zu nutzen. Sorgen über kurzfristige Umsätze in bestehenden Filialen und den Wettbewerb durch andere Drive-through-Konzepte hätten die Bewertung ihrer Einschätzung nach übermäßig belastet. Zugleich wachse das Kaffeesegment in der Gastronomie besonders schnell. Die Bank setzt ein Kursziel von 73 Dollar. Die Aktie war in den vergangenen drei Monaten allerdings um rund 43 Prozent gefallen.
Nvidia bleibt für die Bank of America ein Top-Favorit. Analystin Vera Rubin erwartet von der nächsten Chiparchitektur einen kräftigen Wachstumsschub und einen mehrquartaligen Zyklus steigender Analystenschätzungen. Ihr Kursziel von 350 Dollar signalisiert rund 56 Prozent Aufwärtspotenzial. Der Konzern stärkt unterdessen seine Position jenseits der Hardware: Eine neue offene Plattform soll Unternehmen helfen, autonome KI-Agenten zu testen, zu überwachen und ihre Zugriffe zu begrenzen. OpenShell schafft dafür eine abgeschirmte Laufzeitumgebung; NVIDIA Sentry soll Regelverstöße erkennen und Agenten rasch stoppen. Laut Nvidia arbeiten bereits mehr als 100 Unternehmen und Organisationen an der Plattform mit. Umsätze oder Preise nannte der Konzern nicht. Entscheidend ist zunächst, ob Nvidia auch bei der Sicherheitsinfrastruktur einen Standard etablieren kann.
Gleichzeitig wächst der Wettbewerbsdruck aus China. DeepSeek und Huawei entwickeln mit TileLang Programmierwerkzeuge für Huaweis Ascend-Chips und öffnen Teile der Infrastruktur. Gemeinsam arbeiten sie zudem an einem System mit 128 Chips. Der Angriff zielt auf CUDA, Nvidias etabliertes Software- und Entwicklerökosystem. Ein kurzfristiger Ersatz ist das noch nicht; langfristig könnte China seine Abhängigkeit von Nvidia jedoch verringern. Dazu passt Nvidias Aufstockung des Aktienrückkaufprogramms um 150 Milliarden auf insgesamt 235 Milliarden Dollar, verteilt bis zum Geschäftsjahr 2028. Die Aktie stieg vorbörslich um 1,3 Prozent. Nach einem Kursplus von 20 Prozent im laufenden Jahr und einer Umsatzwachstumsprognose von 70 Prozent für das nächste Geschäftsjahr versucht der Konzern, Zuversicht zu signalisieren. Anleger bleiben dennoch gespalten: Während Optimisten auf knappe Chip- und Packaging-Kapazitäten verweisen, warnen Kritiker vor einer KI-Blase und Widerstand gegen neue Rechenzentren. Die Risiken und Chancen liegen damit zunehmend nicht nur in der Chipnachfrage, sondern auch in Finanzierung, Infrastruktur und Kontrolle autonomer KI.
Die NVIDIA Aktie wird zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Nachricht mit einem Plus von +0,51 % und einem Kurs von 228,4USD auf Nasdaq (01. Oktober 2026, 02:00 Uhr) gehandelt.
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