BASF kauft Aktien zurück, während Niedrigwasser die Logistik bremst
### BASF kauft eigene Aktien zurück – Niedrigwasser belastet Logistik
BASF hat in der Woche vom 21. bis 25. September weitere 838.832 eigene Aktien erworben. Das geht aus der achten Zwischenmeldung des Ludwigshafener Chemiekonzerns hervor. Seit Beginn des Rückkaufprogramms am 3. August summiert sich der Bestand der zurückgekauften Aktien auf 5.025.589 Stück. Die Käufe erfolgen über eine beauftragte Bank an der Frankfurter Wertpapierbörse und weiteren Handelssystemen.
Die höchsten Tagesvolumina entfielen auf Freitag, den 25. September. An diesem Tag kaufte BASF insgesamt 399.000 Aktien zurück; die ausgewiesenen volumengewichteten Durchschnittskurse lagen je nach Handelsplatz zwischen rund 50,80 und 51,15 Euro. Über die gesamte Woche bewegten sich die Tageskurse zwischen etwa 50,80 und 52,36 Euro. BASF veröffentlicht die Einzelheiten der Transaktionen auf seiner Internetseite. Angaben zum finanziellen Gesamtvolumen des Programms enthält die Zwischenmeldung nicht.
Die Rückkäufe erfolgen in einer Phase, in der die Logistik des Konzerns durch das Niedrigwasser am Rhein unter Druck steht. Auf dem Mittelrhein zwischen St. Goar und Mainz sind nach Angaben des Bundesverbands der Deutschen Binnenschifffahrt nur noch vereinzelt Güterschiffe unterwegs. Der Pegel Kaub unterschritt zeitweise den Nullpunkt. Weil die Fahrrinne in diesem Abschnitt vergleichsweise flach ist, können Schiffe nur noch stark vermindert beladen passieren. Aus Sicht des Verkehrsexperten Thomas Puls ist der Rhein damit praktisch erneut in zwei Teile getrennt; wichtige Verbindungen zwischen Häfen und dem Mittel- und Oberrhein sind weitgehend unterbrochen.
Besonders betroffen sind Massengüter, die sich kaum auf Bahn oder Straße verlagern lassen. Das trifft unter anderem Raffinerien, Stahlwerke und die Chemieindustrie. Das BASF-Werk Ludwigshafen bezieht laut Puls etwa die Hälfte seiner Vorprodukte per Binnenschiff. Im August hatten niedrige Wasserstände den Frachtverkehr bereits deutlich eingeschränkt; zwischenzeitliche Niederschläge sorgten damals für eine Erholung. Für das kommende Wochenende erwarteten die zuständigen Behörden zunächst wieder steigende Pegelstände in Köln und Kaub. Der Umweltverband WWF fordert, Wasser stärker in Landschaften, Mooren, Wäldern und Flussauen zu halten, um die Folgen wiederkehrender Trockenperioden abzumildern.
Auch mögliche strategische Veränderungen prägen derzeit den Blick auf BASF. Die DZ Bank bestätigte ihre Kaufempfehlung und einen fairen Wert von 64 Euro. In ihrer Einschätzung berücksichtigt sie die Sondierung einer möglichen Übernahme des Spezialchemiekonzerns Evonik sowie den geplanten Börsengang der Sparte Agricultural Solutions. Bernstein Research senkte dagegen das Kursziel von 63 auf 61 Euro, hielt aber an der Einstufung „Outperform“ fest. Eine Kombination mit Evonik könne rechnerisch attraktiv sein, schrieb der Analyst, würde die Investmentstory jedoch komplexer machen. Die Einschätzungen spiegeln damit sowohl mögliche neue Wachstumsschritte als auch die Unsicherheit über deren Umsetzung wider.
Die BASF Aktie wird zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Nachricht mit einem Minus von -0,10 % und einem Kurs von 49,96EUR auf Lang & Schwarz (01. Oktober 2026, 07:48 Uhr) gehandelt.
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