2G Energy zündet Wachstumsturbo: Umsatzziel 2028 bis 850 Millionen Euro
### 2G Energy hebt Mittelfristziele nach starkem Auftragseingang an
Der Energieanlagenbauer 2G Energy meldet für das dritte Quartal erneut einen Auftragseingang von mehr als 400 Millionen Euro. Wachstumstreiber bleibt das Geschäft mit Rechenzentren. Zugleich entwickelt sich die Nachfrage in weiteren Märkten und Regionen positiv. Der Vorstand erhöht deshalb die Umsatzprognose für 2027 und gibt erstmals eine Zielspanne für 2028 aus.
Ein neuer Großauftrag aus der Rechenzentrumsbranche umfasst containerisierte Kraftwerke mit einer Leistung von 275 Megawatt – mehr als die gesamte Produktionsmenge des Unternehmens im Geschäftsjahr 2025. 2G verbucht solche Aufträge erst nach Vertragsunterzeichnung und Eingang einer Anzahlung. In diesem Fall leistete der Kunde eine Zahlung im mittleren zweistelligen Millionenbereich. Auch ein bereits angekündigter Auftrag aus dem Bergbau wurde im Juli abgeschlossen. Nach Unternehmensangaben wachsen zudem traditionelle Segmente und Regionen teilweise zweistellig. Für Wärmepumpen rechnet 2G 2026 mit Auftragseingängen von bis zu 30 Millionen Euro.
Für 2027 erwartet das Management nun einen Umsatz von 600 bis 650 Millionen Euro, nach zuvor 570 bis 620 Millionen. Gegenüber der bestätigten Umsatzprognose von 490 Millionen Euro für 2026 entspräche dies einem Zuwachs von rund 23 bis 33 Prozent. Die EBIT-Marge soll ab 2027 über 11 Prozent liegen. Für 2028 stellt 2G einen Umsatz zwischen 750 und 850 Millionen Euro in Aussicht. Eine neue Montagehalle am Standort Heek, die Ende 2027 in Betrieb gehen soll, und ein schrittweiser Personalaufbau sollen weiteres Wachstum ermöglichen.
Das erste Halbjahr fiel schwächer aus als im Vorjahr: Die Gesamtleistung sank um 4,7 Prozent auf 184,0 Millionen Euro. Das EBIT betrug 0,8 Millionen Euro, verglichen mit 5,7 Millionen im Vorjahreszeitraum; die EBIT-Marge lag bei 0,6 Prozent nach 3,3 Prozent. Belastend wirkte vor allem der Wegfall kurzfristiger Ukraine-Aufträge aus dem Vorjahr. Der Kraftwerksumsatz ging um 36,4 Prozent auf 52,7 Millionen Euro zurück. Der Serviceumsatz sank moderat um 4,3 Prozent auf 83,5 Millionen Euro. Höhere Personal- und Abschreibungskosten belasteten zusätzlich.
Für das Gesamtjahr hält der Vorstand dennoch an seiner Prognose fest: 490 Millionen Euro Umsatz und eine EBIT-Marge von 9,5 bis 10,5 Prozent, jeweils am oberen Ende der bisherigen Bandbreite. Die Auslieferung des ersten Rechenzentrumsauftrags soll im vierten Quartal beginnen; auch das deutsche Biogasgeschäft gewinne an Dynamik. Die Liquidität lag Ende Juni bei 29,3 Millionen Euro, deutlich über den 0,1 Millionen zum Jahresende 2025.
First Berlin bestätigte am 30. September die Kaufempfehlung und das Kursziel von 83 Euro. Die Analysten sehen die Wachstumsperspektive angesichts hoher Aufträge und besserer Visibilität als intakt. Die Einschätzung ist eine Research-Meinung, keine Anlageberatung.
Die 2G ENERGY Aktie wird zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Nachricht mit einem Plus von +2,06 % und einem Kurs von 62,03EUR auf Lang & Schwarz (01. Oktober 2026, 07:52 Uhr) gehandelt.
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