Nivea-Gegenwind: Jefferies senkt Beiersdorf-Kursziel, Rückkauf läuft weiter
### Jefferies sieht bei Nivea weiter Gegenwind – Beiersdorf kauft eigene Aktien zurück
Beiersdorf muss sich nach Einschätzung von Jefferies weiterhin auf schwierige Geschäfte mit seiner Kernmarke Nivea einstellen. Vor der Veröffentlichung der Quartalszahlen am 27. Oktober senkte das Analysehaus sein Kursziel für die Aktie von 76 auf 74 Euro. Die Einstufung bleibt „Hold“. Analyst David Hayes sieht derzeit kaum Hinweise auf eine kurzfristige Erholung.
Belastend wirken demnach der anhaltende Abbau von Lagerbeständen in Westeuropa und Spannungen mit dem Einzelhandel. Jefferies hat deshalb seine Schätzungen für den Konsumgüterkonzern reduziert. Hinzu kommen eingefrorene Vermögenswerte in Russland, die Hayes als weiteres Problem für Beiersdorf bezeichnet. Die Einschätzung fällt damit für Nivea deutlich vorsichtiger aus als für den Dermatologiebereich: Dort entwickle sich das Geschäft weiterhin gut.
Die anstehenden Quartalszahlen dürften zeigen, wie stark die Belastungen auf die Entwicklung des Konzerns durchschlagen. Besonders im Blick stehen die Nachfrage nach Nivea-Produkten, die Lagerbestände im Handel und die Beziehungen zu den Einzelhändlern. Jefferies rechnet nach den vorliegenden Angaben zunächst nicht mit einer raschen Verbesserung. Das unveränderte „Hold“-Votum signalisiert, dass das Analysehaus trotz des niedrigeren Kursziels vorerst keine klare Kauf- oder Verkaufsempfehlung ausspricht.
Parallel setzt Beiersdorf sein Aktienrückkaufprogramm 2026/2027 fort. In der Woche vom 21. bis zum 25. September erwarb das Unternehmen insgesamt 36.100 eigene Aktien. Die Käufe erfolgten über den Handelsplatz Xetra. Auf die einzelnen Handelstage entfielen zwischen 7.100 und 7.600 Papiere. Die gewichteten Durchschnittskurse stiegen im Wochenverlauf von 74,43 Euro am 21. September auf 78,76 Euro am 25. September.
Seit dem Start der ersten Tranche am 6. Mai hat Beiersdorf bis einschließlich 25. September insgesamt 2.109.166 Aktien zurückgekauft. Die erste Tranche des Programms war am 20. August erweitert worden. Ein beauftragtes Kreditinstitut führt die Käufe im Auftrag des Unternehmens durch; detaillierte Transaktionsangaben veröffentlicht Beiersdorf auf seiner Investor-Relations-Internetseite.
Die Rückkäufe laufen somit weiter, während Jefferies bei der operativen Entwicklung vor allem die Schwäche von Nivea hervorhebt. Aus den vorliegenden Angaben geht nicht hervor, ob das Rückkaufprogramm auf die aktuelle Einschätzung des Analysehauses oder auf die bevorstehenden Quartalszahlen reagiert. Entscheidend für die weitere Beurteilung dürften daher die am 27. Oktober veröffentlichten Geschäftszahlen und mögliche Hinweise des Managements zur Entwicklung der Marke, zum Lagerabbau und zum Russlandengagement sein.
Die Beiersdorf Aktie wird zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Nachricht mit einem Minus von -0,18 % und einem Kurs von 76,62EUR auf Lang & Schwarz (01. Oktober 2026, 07:56 Uhr) gehandelt.
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