Schneider bietet 70 Euro für Shelly: Angebot bei Aufsicht eingereicht
Die Shelly Group SE ist bei der geplanten Übernahme durch Schneider Electric einen Schritt weiter. Die französische SE 2026 A SAS, eine mittelbare hundertprozentige Tochtergesellschaft des Elektrotechnik-Konzerns, hat am 28. September ihr freiwilliges öffentliches Erwerbsangebot für sämtliche Aktien der Shelly Group bei der bulgarischen Finanzaufsichtskommission (FSC) registriert. Die Einreichung bedeutet noch nicht den Beginn der Annahmefrist: Zunächst muss die Aufsicht das Angebot genehmigen und veröffentlichen. Erst danach können Aktionäre entscheiden, ob sie ihre Papiere andienen.
Der angebotene Preis liegt bei 70,00 Euro je Aktie in bar. Das entspricht den Konditionen, die bereits am 24. September bekannt gegeben worden waren. Unverändert bleibt auch die Mindestannahmeschwelle von 95 Prozent. Damit steht das Vorhaben unter einer hohen Beteiligungshürde: Die Bieterin muss mindestens diesen Anteil erreichen, damit die Transaktion die vorgesehene Schwelle erfüllt. Ob das Angebot erfolgreich sein wird, hängt somit auch von der Reaktion der übrigen Aktionäre ab. Der Verwaltungsrat der Shelly Group hat noch keine begründete Stellungnahme abgegeben. Er will diese innerhalb der gesetzlichen Fristen und nach den geltenden Vorgaben vorlegen. Die aktuelle Mitteilung ist ausdrücklich keine Empfehlung zur Annahme oder Ablehnung des Angebots.
Parallel dazu wurde eine Veränderung im Aktionariat bekannt. Salisto Holdings LLC, über die Shelly-Mitgründer und Verwaltungsratsmitglied Svetlin Todorov alleinige Kontrolle ausübt, veräußerte 917.523 Aktien. Das Paket entspricht 5,053 Prozent des Grundkapitals und der Stimmrechte. Käuferin ist die SE 2026 A SAS. Nach dem Verkauf kontrolliert Todorov insgesamt noch 22,73 Prozent der Aktien und Stimmen an Shelly. Davon hält er 21,26 Prozent direkt und 1,47 Prozent indirekt über Salisto Holdings. Die Mitteilungen wurden nach bulgarischem Wertpapierrecht sowie den einschlägigen Vorschriften der EU-Marktmissbrauchsverordnung veröffentlicht.
Die Shelly Group entwickelt und vermarktet IoT- und Smart-Building-Lösungen für private und professionelle Nutzer. Ihre Geräte ermöglichen die Fernsteuerung und Automatisierung elektrischer Anlagen sowie Energiemanagement; ergänzend erzielt das Unternehmen Erlöse mit Cloud-Anwendungen. Produziert wird überwiegend bei Auftragsfertigern, wodurch Shelly nach eigenen Angaben vergleichsweise kapitalarm arbeitet. Das Unternehmen ist in mehr als 100 Ländern präsent und stark im deutschsprachigen Raum. Die Aktie ist an der Börse Sofia sowie im Frankfurter Prime Standard notiert und im SDAX vertreten.
Nach bulgarischem Recht muss Shelly ein Dokument veröffentlichen, das die Angebotsbedingungen und Absichten der Bieterin erläutert. Für Anleger sind damit zunächst zwei Punkte zentral: die ausstehende Genehmigung der FSC und die Annahmequote, die sich während der Angebotsfrist entwickeln wird. Erst nach Freigabe des Angebots und Veröffentlichung der Stellungnahme des Verwaltungsrats dürfte sich ein deutlich vollständigeres Bild der Chancen und Bedingungen der Übernahme ergeben.
Die Shelly Group Aktie wird zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Nachricht mit einem Plus von 0,00 % und einem Kurs von 66,55EUR auf Lang & Schwarz (01. Oktober 2026, 07:56 Uhr) gehandelt.
Diskutieren Sie über die enthaltenen Werte
Disclaimer für Finanznachrichten mit KI-Autor "wO newsflash" Die bereitgestellten Artikel wurden mit Hilfe einer künstlichen Intelligenz erstellt und dienen ausschließlich Informationszwecken. Die Richtigkeit der Informationen kann nicht garantiert werden. Vor finanziellen Entscheidungen unbedingt unabhängige Quellen konsultieren. Wir übernehmen keine Haftung für Verluste oder Schäden. Investieren birgt Risiken. Keine Empfehlungen zum Kauf oder Verkauf von Finanzprodukten. Urheberrechtlich geschützt, keine Reproduktion ohne Genehmigung. Technische Fehlfunktionen sind jederzeit möglich. Änderungen vorbehalten.
