SMAG wächst stark – doch das operative Ergebnis bricht deutlich ein
**SMAG wächst stark – Ergebnis leidet unter Produktionshochlauf**
Die SMAG Mobile Antenna Masts AG hat im ersten Halbjahr 2026 deutlich mehr produziert und umgesetzt, zugleich aber einen kräftigen Rückgang beim operativen Ergebnis verzeichnet. Die Gesamtleistung stieg gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 20 Prozent auf 20,2 Millionen Euro. Der Umsatz legte um 15 Prozent auf 12,6 Millionen Euro zu. Als Treiber nennt der Hersteller militärischer Mastsysteme den Produktionshochlauf und die Abarbeitung des hohen Auftragsbestands.
Das bereinigte EBIT sank dagegen von 2,7 Millionen Euro im ersten Halbjahr 2025 auf 0,5 Millionen Euro. Die entsprechende Marge fiel von 16,3 auf 2,6 Prozent. Auch das bereinigte EBITDA ging zurück: von 2,8 auf 0,7 Millionen Euro. SMAG führt die Belastung vor allem auf Anlaufkosten für den Kapazitätsausbau sowie einen ungünstigeren Projekt- und Produktmix zurück. Der Free Cashflow verbesserte sich unterdessen von minus 1,5 Millionen Euro auf plus 0,6 Millionen Euro. Dazu trugen höhere Kundenanzahlungen und der Abbau von Aufträgen bei.
Die Nachfrage bleibt hoch. Zum 30. Juni belief sich der gesamte Auftragsbestand laut Unternehmen auf 1,4 Milliarden Euro. Darin enthalten sind neben festen Bestellungen auch Rahmenaufträge, Folgegeschäft und nicht vertraglich gesicherte Volumina. Der Festauftragsbestand erhöhte sich binnen sechs Monaten um 30 Prozent auf 182 Millionen Euro. Dazu zählte ein im Juni vereinbarter Auftrag über rund 34 Millionen Euro für den Einsatz an der NATO-Ostflanke.
Auch nach dem Stichtag meldete SMAG neue Verträge. Am 28. September gab das Unternehmen einen Serviceauftrag eines europäischen Tier-1-Kunden mit einem Nettovolumen von rund sechs Millionen Euro bekannt. Einen Tag später folgte ein Vertrag über rund 70 Millionen Euro mit einem europäischen Rüstungskonzern. Dabei wird ein bestehender Rahmenauftrag in einen Festauftrag umgewandelt. Die Umsätze daraus sollen zwischen 2028 und 2035 anfallen. Der Vertrag ist laut SMAG bereits der zweite Großauftrag mit diesem Kunden im laufenden Jahr.
Für 2026 hält der Vorstand an seiner Prognose fest: Die Gesamtleistung soll 55 bis 60 Millionen Euro erreichen, die bereinigte EBIT-Marge 19 bis 21 Prozent. Voraussetzung seien weitgehend planmäßige Zulieferungen und Abnahmen durch Kunden. Der deutliche Abstand zwischen der Halbjahresmarge und dem Jahresziel macht eine starke Ergebnisverbesserung im zweiten Halbjahr erforderlich. Für 2027 und die Folgejahre erwartet SMAG höhere Ausbringungsmengen und positive Effekte aus dem Kapazitätsausbau sowie einer breiteren Lieferantenbasis. Das Unternehmen investiert nach eigenen Angaben in Produktion, Automatisierung und internationale Vermarktung. Die 1974 gegründete Gesellschaft aus Salzgitter beschäftigt rund 170 Mitarbeiter und erzielt nahezu ihren gesamten Nettoumsatz im Verteidigungsbereich.
Die SMAG Mobile Antenna Masts Aktie wird zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Nachricht mit einem Plus von +0,19 % und einem Kurs von 25,80EUR auf Lang & Schwarz (01. Oktober 2026, 07:58 Uhr) gehandelt.
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