Deutsche Börse: Amundi-Anteil sinkt – JPMorgan sieht 345 Euro Potenzial
### Deutsche Börse: Amundi senkt Anteil leicht, JPMorgan sieht weiteres Kurspotenzial
Bei der Deutschen Börse hat sich die Beteiligung des französischen Vermögensverwalters Amundi innerhalb eines Tages zunächst über die Schwelle von drei Prozent erhöht und anschließend wieder darunter bewegt. Aus den am 29. September veröffentlichten Stimmrechtsmitteilungen geht hervor, dass Amundi am 22. September insgesamt 3,08 Prozent der Stimmrechte und Finanzinstrumente hielt. Am folgenden Tag sank der Gesamtanteil auf 3,04 Prozent. Die Meldungen beziehen sich auf Aktien des Frankfurter Börsenbetreibers und nennen eine unveränderte Gesamtzahl von 184,2 Millionen Stimmrechten.
Der Rückgang zeigt sich vor allem bei den zugerechneten Aktienbeständen: Amundi meldete für den 22. September insgesamt 5.559.246 Stimmrechte beziehungsweise 3,02 Prozent; am 23. September waren es 5.490.180 beziehungsweise 2,98 Prozent. Direkt hielt Amundi laut Mitteilung keine Aktien. Die Stimmrechte werden dem französischen Konzern nach den Vorschriften des Wertpapierhandelsgesetzes zugerechnet. Damit unterschritt der Aktienanteil am zweiten Stichtag die Drei-Prozent-Schwelle, während die Gesamtsumme einschließlich Instrumenten darüber blieb.
Die als Instrumente erfassten Positionen beliefen sich am 22. September auf 116.451 Stimmrechte oder 0,06 Prozent. Enthalten waren Wertpapierleihen mit Rückrufrecht sowie Sicherheiten, die ebenfalls mit einem Rückrufrecht verbunden sind. Einen Tag später waren es zusammen 106.195 Stimmrechte; der prozentuale Anteil blieb gerundet bei 0,06 Prozent. Instrumente mit Barausgleich oder physischer Abwicklung meldete Amundi nicht. Die Mitteilungen weisen mehrere Gesellschaften aus dem Amundi-Verbund als Teil der Zurechnungskette aus, darunter Amundi Asset Management und nationale Tochtergesellschaften. Die Veröffentlichung dokumentiert eine meldepflichtige Veränderung des Anteils, enthält aber keine Aussage über eine strategische Einflussnahme auf die Deutsche Börse.
Unabhängig von der Beteiligungsmeldung hat JPMorgan die Beobachtung der Aktie wieder aufgenommen. Die US-Bank bewertet den Titel mit „Overweight“ und setzt ein Kursziel von 345 Euro. Analyst Enrico Bolzoni begründet die positive Einschätzung mit dem kräftigen Ergebniswachstum und der aus seiner Sicht besonders breiten Diversifikation des Geschäfts. Zusätzliche Chancen sieht er in einem Umfeld höherer Zinsen sowie in der deutschen Rentenreform. Diese Faktoren könnten dem Börsenbetreiber weiteres Kurspotenzial eröffnen.
Die beiden Nachrichten zeichnen damit unterschiedliche Perspektiven auf die Aktie: Während Amundis zugerechneter Bestand geringfügig zurückging und am 23. September knapp unter drei Prozent der Stimmrechte lag, verweist JPMorgan auf strukturelle Wachstumstreiber und ein positives Anlagepotenzial. Eine direkte Verbindung zwischen der Veränderung bei Amundi und der Neubewertung durch die US-Bank geht aus den Veröffentlichungen nicht hervor.
Die Deutsche Boerse Aktie wird zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Nachricht mit einem Plus von 0,00 % und einem Kurs von 285,6EUR auf Lang & Schwarz (01. Oktober 2026, 07:58 Uhr) gehandelt.
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